Mein 12-von-12 im August 2026 – Neumond, Sonnenfinsternis und klare Energie

12. Aug. 2026 | Rückblicke

Jeden 12. des Monats nehme ich dich in 12 Bildern mit durch meinen Alltag. Heute ist eine klare Energie in der Luft und es wurde auch erst am Nachmittag so richtig heiß. Am Morgen und Abend könnte man schon einen Hauch von Spätsommer/Herbst erahnen. Viele weitere Blogger/innen machen mit bei 12-von-12, du findest sie alle bei Caro von Draußen nur Kännchen. 

Den Tag begannen wir heute wie derzeit immer um 6 Uhr bei den Pferden. Matthias hatte netterweise schon alle aufgehalftert und Momo die Hufschuhe angezogen. Ich hatte letzte Nacht wieder kaum geschlafen, weil ich 2 Mal nach Momo sehen war auf der Pferdekoppel und es einfach wieder viel zu heiß war, um zu schlafen. Die Hunde hampelten auch die ganze Nacht in der Gegend herum. Nützt nichts - Momo braucht ihre täglichen Bewegungsstunden. Also schnappen wir die vier Pferde und sind bei einem sehr schönen Sonnenaufgang und überraschend herrlich frischem Wind in den Wäldern unterwegs. Momo läuft an unbefahrenen Strecken immer frei mit, so kann sie selbst das Tempo bestimmen.

Könnten Pferde in unserer Region wirklich artgerecht leben, hätten sie mehrere hundert Hektar Land zur Verfügung mit Wiesen und Wäldern. Sie sind Wanderer und wären stundenlang unterwegs auf Nahrungssuche, so wie es ihrer Natur entspricht. Über Hufrehe müßten wir uns keine Gedanken machen, sie wären gesund.

Als wir zwei Stunden später zurück am Hof ankommen sind die beiden großen Küken am Miniteich und trinken gemeinsam Wasser. Diese beiden Küken sind so lieb und unkompliziert. Sie machen alles gemeinsam und passen prima aufeinander auf. Sie haben jetzt auch einen Namen: Bruno und Brunhilde.

Eine trockene Weide, von der Sonne verdörrt und ein Gerät gegen Bremsen

Es ist so traurig - so sehen alle unsere Weideflächen am Hof aus. Die Hitze und die Trockenheit machen der Natur so sehr zu schaffen. Alles verdörrt, überall hat es Waldbrände, die Ernten sind sehr schlecht, Stürme haben die Maisfelder zerstört, Futterbeschaffung wird spannend und sehr teuer dieses Jahr. Es wird Zeit, dass wir alle mehr tun für den Schutz unserer Umwelt. Wir müssen die Futteranbauflächen reduzieren und stattdessen Wald anbauen. Jeder einzelne Baum hilft dabei zu kühlen und schafft eine angenehme Atmosphäre. Ich hoffe so sehr, dass wir endlich einmal Regen bekommen über mehrere Tage, damit sich die Natur erholen kann. Ich bringe mittlerweile schon Heu raus auf die Koppeln, damit die Pferde Anreiz haben sich zu bewegen und dabei etwas zu essen finden.

Es braucht wirklich ein Umdenken der Menschheit, weg von Neubaugebieten mit Steingärten, hin zum Leben in und mit der Natur. Leben mit naturbelassenen Gärten, Kräuterwiesen und Bepflanzungen mit Bäumen. Sie werden beim Hausbau immer vergessen, wo sind sie diese Bäume, die als Wächter des Ortes der Kraftbaum für die Familie sein kann? Wo sind sie, die Schattenspender unter denen sich Mensch und Tier laben können?

Unsere liebe Kelly dreht am Nachmittag eine Runde am Pferdestall und wälzt sich erst mal genüsslich. Dann kommt sie zu mir und holt sich ihre Streicheleinheiten. Sie ist so eine feine Katze, ganz pflegeleicht, selbstbestimmt und bleibt meistens am Hof. Sie ist zwar zierlich, schafft es aber ohne Weiteres, die Schäferhunde die Treppe hochzujagen und verschafft sich immer wieder Respekt.

orange-rote Herbstastern mit Lavendel im Weidekorb

Endlich ist das Förderband aus dem Innenhof verschwunden für ein weiteres Jahr. Die Heueinfuhr ist abgeschlossen und ich kann endlich meine Bepflanzung im Innenhof wieder aufbauen. Hier blühen schon die ersten Herbstastern. Ich gieße noch schnell den Garten, bevor es wieder so heiß wird. Auch der Garten ist extrem ausgetrocknet.

Das Hufbad der Pferde voller Algen

Und jetzt ist auch noch das Hufbad der Pferde umgekippt, wegen der Hitze. Ich muß es ablassen und erneuern, denn die Pferde sollen täglich ins Wasser, damit sich ihre Hufe vollsaugen können und elastisch bleiben. In freier Wildbahn würden sie aus natürlichen Wasserstellen trinken und dabei lange im Wasser stehen.

Obwohl der Birnbaum seit Wochen genauso wenig Wasser bekommt, wie alle anderen Pflanzen am Hof, hat er so viele Birnen. Wir ernten heute wieder eine Kiste für die Tiere und verfüttern täglich welche. Ich verteile sie gerne auf der Weide, dann sind die Tiere beschäftigt und suchen sich die Birnen. Wir lieben diesen Baum in unserem Innenhof, er spendet den Tieren Schatten, schenkt uns herrliche Früchte und steht wie ein Wächter an unserem Hoftor.

Als ich beim Gießen bin, fällt mir auf, wie schön die Blumen an den Fenstern sich verschenken, obwohl auch sie dieser Hitze ausgesetzt sind. Ich gieße aber auch täglich. Ohne Blumen möchte ich nicht sein, du findest sie überall am Hof und sie bereichern unser Leben und das der vielen Insekten, die zu Besuch kommen.

Stilleben im Innenhof mit Sonnenschirm, Holzsitzgruppe und rundherum Blumen

Oh man, diese Temperaturen machen mich echt fertig. Ich setz mich jetzt erst mal in den Innenhof, trinke etwas Kaltes und leg mal kurz die Beine hoch. Heute ist ein sehr klarer Tag, abends noch die Sonnenfinsternis und gleichzeitig Neumond. Ein genialer Tag, um Entschlüsse zu fassen. Wir haben heute endlich einen gebrauchten Abrollcontainer für den Mist gefunden und Matthias fährt kurzentschlossen zum Chiemsee, um den Kauf klar zu machen. Wieder ein Problem gelöst, denn wo Tiere leben, fällt reichlich Mist an.

Schimmel Corazon ist aus seiner Müslischüssel und neben ihm ein Hahn und eine Henne

Heute mache ich die Abendfütterung etwas früher, weil es mir gerade gut reinpasst und es ist eh so heiß, dass die Pferde und Schafe im Stall sind. Es ist schön, Corazon so zu sehen. Anfangs hatte er noch Angst vor den Hühnern und rannte immer aus dem Stall, wenn sie gackerten. Heute stand er da ganz entspannt und mampfte seine Schüssel genüsslich, obwohl Helios immer um ihn herum tanzte. Nachdem die Pferde fertig waren, schnapp ich mir die Hunde und fahre noch zum Mühlbach, damit sie sich abkühlen können.

Die beiden Wasserratten haben so viel Spaß am Schwimmen. Der Mühlbach ist schön voll und sie genießen die Abkühlung. Ich laufe immer parallel zum Bach auf der Straße entlang und sie schwimmen die ganze Strecke nebenher. Ein Schwanenpaar lebt hier und hatte im Frühjahr Eier ausgebrütet. Sie sind vorhin flussabwärts geschwommen und die drei Schwanenkinder sind schon so groß und schön geworden.

Ein etwas anderer Sonnenuntergang heute. Die Sonnenfinsternis am Ende der Pferdekoppel zu beobachten. Die Grillen zirpen, es geht ein leichter Wind und die Pferde machen sich auf den Weg nach draußen. Ich verteile noch rasch etwas Heu und Birnen draußen und nehme allen Pferde die Fliegenmasken ab. Sie sind immer froh, wenn es abends abkühlt und die lästigen Fliegen verschwinden. Nachts liegen sie gemeinsam auf den Weiden und ruhen sich zwischendurch aus.

Reh im Gebüsch im Wald

Wir brauchen Wälder!

Für ein gesundes Klima, als Schutzgebiete für Wildtiere, als Kraftorte für Mensch und Tier.

Wir möchten Waldstücke erwerben und Flächen renaturieren.

Marianne mit Momo

Hallo, ich bin Marianne

Als intuitive, hochsensible Impulsgeberin liegt mein Fokus darauf, Menschen mit der Natur und ihrem höchsten Selbst zu verbinden.

"Im Einfachen das Wunderbare erkennen"

Die besten Tipps+Inspirationen in 3 Freebies zum Download als PDF

 

4 Kommentare

  1. Mit deinem Plädoyer für viel viel mehr Bäume in der Landschaft, in den Gärten und in den Ortschaften sprichst du mir aus der Seele. Ich verstehe auch nicht, warum viele private Gärten so ausgeräumt sind und die leere Agrarlandschaft ohne Bäume, Hecken etc. tut mir direkt weh.
    Interessant finde ich, was du über Pferde schreibst (von denen ich keine Ahnung habe), dass sie eigentlich viel mehr Lebensraum bräuchten…
    lg

    Reply
    • Danke Friederike für deine Rückmeldung! Immer wenn mir etwas so sehr gezeigt wird im Leben, wie jetzt die Dürre, dann
      versuche ich etwas Positives dagegen zu setzen. Deshalb werde ich ab sofort immer wieder aufrufen, mehr Bäume, Hecken und Sträucher zu pflanzen und die eigenen Gärten bunt und wild werden zu lassen.
      Und wenn sich viele Gleichgesinnte finden, können wir bestimmt eingies bewirken, im Kleinen und im Großen.
      Schön, dass du über die Pferde nachdenkst, obwohl du sonst nicht viel mit ihnen zu tun hast. Es sind einfach grossartige Wesen, wenn sich
      dir die Möglichkeit bietet, dann lerne sie kennen.
      Alles Liebe Marianne

      Reply
  2. Ach wie schön, Mariannes Tierleben!

    Überall mischen sich nachdenkliche Töne in die Texte, überall sehe ich Bilder von verdorrten Wiesen, bei mir im Garten auch, der ist schon richtig tot. Ich wünsche mir so sehr, dass die Menschen endlich aufwachen und der Natur und dem Klima endlich den Wert beimessen, der ihnen zusteht, so dass wir an den Stellschrauben drehen können, an denen es noch möglich ist.

    Ich liebe die Fotos und Geschichten von deinen Tieren, so schön! Und das Mondfinsternisfoto ist großartig, ich liebe es!

    Ganz liebe Grüße von mir
    Silke

    Reply
    • Liebe Silke
      Ich freu mich so von dir zu hören und darüber, dass du so eine schöne Wahrnehmung hast. Aus Texten mehr herauszuhören, als da steht und Bilder deuten zu können, weil man eine Botschaft daraus aufnimmt, ist eine Gabe.
      Ich glaube ja, dass es auch zählt, wie wir in unseren Gärten wirken, was wir tun für die Natur, an dem Ort, an dem wir leben. Und damit könnten wir viele anstecken, es uns gleich zu tun. An einer Agrarwende und Umdenken der gesamten Bevölkerung geht dennoch nichts vorbei.
      Alles Liebe zu dir Marianne

      Reply

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert