Mein zwölfter Februar war ein sehr stürmischer und verregneter Tag. Ganz nach der Tradition von Caro von Draußen nur Kännchen gebe ich dir hier in 12 Bildern einen kurzen Einblick in diesen Tag. In der Winterzeit ist die Tierpflege am Lebenshof sehr aufwendig und es gibt Tage, wie diesen, da verbringe ich fast die ganze Zeit draußen bei den Tieren. Komme ich am Abend rein, bin ich ziemlich platt und kann mich kaum mehr zu etwas aufraffen. Trotzdem liebe ich es, zu sehen, wie alle Tiere zufrieden sind, die Ställe kuschlig eingestreut und jedes Tier ausreichend Futter hat. Das positive am Regen ist, dass er mehr und mehr das Eis zum Schmelzen bringt und wir endlich alle wieder normal laufen können. Das wurde auch Zeit.

Am Morgen im Bad schaue ich immer zum Fenster heraus, was die Pferde so treiben. Da standen sie alle vier auf dem Holzhäckselplatz und alberten umeinander. Corazon, der Schimmel liebt es das Shetlandpony Pedi zu ärgern, der Gauner. Aber ihre Freundin Momo ist sofort zur Stelle und passt auf sie auf.

Nach dem Yoga noch schnell eine schöne, heiße Tasse Kaffee und dann gehts schon raus, um die Vögel zu füttern. Sie fordern das schon richtig ein und es herrscht immer reges Treiben an allen Vogelfutterstationen am Hof. Was die Vögel rauswerfen, picken die Hühner am Vorbeigehen auf.

Das ist eigentliche kaum zu Fassen, dieses kleine Zwergkaninchen Malu mit den gespitzten Ohren verhält sich seit zwei Jahren jedem Kaninchen gegenüber wie ein Pitbull, sie jagt alle davon und beißt widerwärtig. Aber seit Malu bei uns am Hof lebt, das ist die Zwergwidder-Dame in der Mitte, hat sie sich ihr und Samson angeschlossen. Und siehe da, sie darf sich sogar ankuscheln und es ist Friede. Allerdings nur in diesem Haus, denn den Verbindungstunnel zum Kaninchenhaus 1 musste ich schließen, damit die anderen Kaninchen und Meerschweinchen Ruhe haben. Ehrlich Kaninchenpsychologie, das soll mal einer verstehen. Darüber schreibe ich irgendwann mal einen extra Blogartikel.

In Haus 1 tummeln sich alle um das Frühstück und sind ganz zufrieden. Erst wenn alle gegessen haben öffne ich die Türen nach draußen, denn dann treffen alle Kaninchen wieder aufeinander und es geht wieder etwas turbulenter zu. Hier siehst du Loreley mit Meeri-Böckchen Mucki.

Kaum ist die Türe geöffnet hoppelt Heidi hinaus. Sie lebt erst kurze Zeit bei uns und kannte bislang nur eine Wohnung von innen. Die Welt ist plötzlich so aufregend für sie. Geräusche, Wind, Regen, Nässe, Gras, Erdboden, Gerüche, Bewegung – einfach alles ist neu. Deshalb schaue ich heute sehr genau und auch sehr oft nach den Kleintieren.

Kurze Zeit später wagt es auch Peter zum ersten Mal raus ins Freie zu gehen. Er ist der Partner von Heidi, sie kamen zusammen bei uns an. Peter hat ein ganz zartes, feines Wesen und ist sehr zurückhaltend. Er geht Konflikten aus dem Weg, um ihn mach ich mir keine Sorgen. Anders ist das mit Heidi, sie ist sehr dominant und da gibt es noch einiges zu klären mit den anderen Hofkaninchen.

Meine Kleidung seit gefühlt Monaten! Gummistiefel und Matschhose – ich kann dir gar nicht sagen, wie froh ich bin, wenn ich endlich wieder weniger Klamotten anziehen muß und andere Schuhe tragen kann. Aber jetzt nachdem mehr und mehr aller Schnee und Eis schmilzt, wird es erst mal Matschepampe für einige Wochen geben.

Oh man, dieser Daumen. Bisher dachte ich ja, ich schaffe das ohne OP, aber heute nervt das wieder ganz schön. Ist schon unpraktisch so eine Sehnenscheideentzündung und abgeklemmter Nerv, wenn man den ganzen Tag seine rechte Hand braucht. Aber positiv denken, das wird schon wieder werden. Ich mache brav mein Handbad und salbe und pausiere.

Bei der Abendfütterung ist Corazon wieder am Futter stibiezen, hätte ich doch bloß die Absperrgitter eingehängt. Nun ja, dann muß ich eben wieder Schüsseln und Pferde sortieren. 😉

Es war einmal ein Schimmel….. Nach dem Regen wälzen sie sich der Reihe nach und so sehen sie dann auch aus. Aber das ist Natur und so sehen Offenstallpferde eben aus um diese Jahreszeit. Sie haben alle damit begonnen abzuhaaren, das heißt viel Arbeit mit Bürsten in den nächsten Wochen.

Ich bin fleißig unterwegs mit dem Dumper und äpple den Paddock-Trail ab. Momo freut sich, dass es aufgehört hat zu regnen und wälzt sich erst mal genüsslich. Wie immer verteile ich das Heu auf viele verschiedene Stationen, damit die Pferde stets angeregt sind, sich zu bewegen.

Es war viel zu tun an diesem Tag, aber wenn ich in diese Augen blicke, dann berührt mich das zutiefst. Obwohl er schon so vieles mit Menschen erlebt hat, vertraut er mir dennoch. Mein Bestreben ist es, dieses Vertrauen niemals zu enttäuschen und ihn so wahrzunehmen, aufzunehmen und anzunehmen, wie er ist. Ich habe gelernt, immer mehr zu denken, wie ein Pferd, das macht Verständnis leicht. Die Nähe zu diesen Tieren und die Tatsache, sie begleiten zu dürfen, lassen ein Gefühl von Gnade entstehen. So endet ein erfüllter, wenn auch verregneter 12. Februar. Was bleibt, ist ein Gefühl von Glück, Zufriedenheit und Dankbarkeit.

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Pures Leben eben! Das ist meine Philosophie, nach der ich lebe. Die Natur ist meine Krafttankstelle und meine Heimat.
Seit über 30 Jahren lebe und arbeite ich mit Tieren in der Natur und folge einem bewussten, einfachen Lebensstil. Seit dem 22.5.2023 teile ich auf meinem Blog meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Inspirationen, die dich ermutigen können, wieder näher zu dir selbst und zu deiner Natürlichkeit zu finden.
Ich bin überzeugt: Natürlichkeit und Einfachheit sind der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden, Freude und Selbstbestimmung. Mehr über mich erfährst du hier.








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