Mein zwölfter September in zwölf Bildern, ganz nach der Tradition von Caro von Draußen nur Kännchen. Heute raste die Zeit wieder einmal so schnell dahin, dass ich wieder nicht alles erledigen konnte, was ich geplant hatte. Aber kurz vor Einbruch der Dunkelheit sattelte ich dann doch noch die beiden Wallache und übte nur ein paar kleine Sequenzen mit ihnen. Vorher bin ich einfach nicht dazugekommen. Aber sieh selbst.

Heute war ein „Trübe-Tassen“-Tag – kein Wind, keine Sonne, alles irgendwie so still und zäh. An solchen Tagen brauche ich zwischendurch einfach immer mal wieder eine feine Tasse Tee oder Getreidekaffee. Dabei genieße ich den Anblick der noch immer blühenden Sommerblumen.

Eigentlich wollte ich am Vormittag nur noch schnell ein Bild austauschen an der Mobilansicht der neuen Webseite für den Lebenshof Naturreich. Danach sah die Seite leider so aus. Doppelter Header, doppelter Footer, und ich kam einfach nicht darauf, was ich falsch gemacht hatte. Solche Sachen ärgern mich bis zur Weißglut. Ich machte noch einige Änderungen an meiner anderen Webseite und das hielt so lange auf. Es war Zeit, rauszugehen, bevor der Frust zu groß wird.

In der letzten Woche war so wenig freie Zeit, dass ich es nicht einmal geschafft hatte, diese schönen Herbstastern einzupflanzen. Nützt ja nichts, ich nehme mir wieder vor, mich nicht so unter Druck zu setzen und mich nicht zu ärgern. Stattdessen die Farben des Spätsommers auf mich wirken zu lassen und dankbar zu sein, dass so viele schöne Dinge zu erledigen sind am Hof.

Der Birnbaum im Innenhof hat uns die letzten Wochen reich beschenkt mit Birnen, die wir an die Tiere verfüttert haben. Alle Tiere am Hof essen sie gerne, sogar die Hunde bekommen sie ins Futter gerieben. Deshalb wird auch heute wieder geerntet. Im Obstgarten habe ich noch eine Kiste Quitten gepflückt, auch das lieben die Pferde als Leckerli.

Kalani und Mieka waren etwas anstrengend heute, denn sie ist in der Standhitze ihrer Läufigkeit und fordert ihn ständig zum Deckakt auf. Der Rüde hängt dann erst mal einige Zeit fest, und wenn die Hündin dabei nicht ruhig stehen bleibt, ist das wirklich schmerzhaft für ihn. Also viel Gejaule, Gehopse und Gedöns um die Hunde heute.

Loreley lebt seit ein paar Wochen mit Schlumpfi Tag und Nacht draußen bei den Pferden. Hier spaziert Ashra vorbei und Loreley schaut ihr zu. Kommunikation zwischen den Tieren ist immer sehr fein und schön zu beobachten. Die anderen Kaninchen tummeln sich im Obstgarten und vergnügen sich mit dem Fallobst.

Heute hatten wir den Bambus geschnitten und die Tiere freuen sich immer sehr darüber. Rainbow zu fotografieren ist gar nicht so einfach, weil er immer gleich herkommt. Er ist so ein anhänglicher Kerl und läuft einem immer nach. Bei uns hat es noch immer so viele Kriebelmücken, dass die Pferde noch gar nicht ohne Fliegenmasken sein können, weil die Mücken ihnen in die Ohren kriechen.

Ha, der Lieferdienst brachte mir die Halfterkennzeichnungen, die ich mir bestellt habe. Nun sind es doch einige Führhalfter und Reithalfter mehr geworden, und da sie alle sehr ähnlich aussehen, können die anderen sie nicht mehr so gut auseinanderhalten. Mittig oben im Bild siehst du den Lederanhänger für Corazon, und so hat jetzt jedes Führhalfter eine Kennung mit dem Anfangsbuchstaben des Namens. Ich hab’ sie heute alle an den Halftern festgeschraubt. Gefällt mir. Für die Natural-Hackamore, die wir zum Reiten hernehmen, kommen demnächst noch andere Kennzeichnungen. Bin schon gespannt.

Heute haben wir dann auch noch gleich die Weide geschnitten und ich darf noch alles aufsammeln und zu den Tieren bringen. Auch daran knabbern sie sehr gerne. Für unsere Stute mit Hufrehe wirkt die darin enthaltene Salicylsäure ähnlich wie Aspirin, nur eben natürlich.

Die Hühner sitzen so gerne auf den Panels im Stall, das dürfen sie sich wieder abgewöhnen, denn ihr Platz ist am Abend eigentlich im Hühnerstall … aber das müssen wir noch zu Ende diskutieren. Denn auch sie haben ihren eigenen Kopf. 😉

Mucki und Amanda freuen sich über das Gras, ich bin noch schnell zum Wald vorgeradelt und habe für sie gesammelt. Damit Kaninchen und Meerschweinchen eine vielseitige Auswahl an Gräsern und Kräutern haben, pflücke ich immer an unterschiedlichen Plätzen das Gras.

Morgens und abends bekommen die Schafe und Pferde ihre Schüsseln mit Futter. Müsli, Heucobs, Hafer, Kräuter, Karotten, Quitten, Äpfel, Birnen, Rote Bete oder mal eine Banane. Als hätten sie eine Uhr im Bauch, fordern sie das auch alle zu bestimmten Uhrzeiten ein. Während der Fütterungszeiten verteile ich auch die homöopathischen Gaben, Kolloide oder sonstige Extragaben an die Patienten. Dann habe ich noch Heu gewässert, da Pedi Pony equines Asthma hat, bekommen alle mittlerweile gewässertes Heu, damit der Staub gebunden wird.
Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mich frage: Was hab’ ich eigentlich heute geschafft, außer die Tiere zu füttern und die Ställe sauber zu machen? Denn wenn man die Großtiere gefüttert hat, dann wollen die Wachteln, Hühner, Kaninchen, Meerschweinchen, Katzen und Hunde ja auch noch etwas. Aber als am Abend dann alle satt und zufrieden in ihren frisch eingestreuten Ställen sind, bin auch ich zufrieden. Es ist schön zu sehen, wenn es ihnen allen gut geht.

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Pures Leben eben! Das ist meine Philosophie, nach der ich lebe. Die Natur ist meine Krafttankstelle und meine Heimat.
Seit über 30 Jahren lebe und arbeite ich mit Tieren in der Natur und folge einem bewussten, einfachen Lebensstil. Seit dem 22.5.2023 teile ich auf meinem Blog meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Inspirationen, die dich ermutigen können, wieder näher zu dir selbst und zu deiner Natürlichkeit zu finden.
Ich bin überzeugt: Natürlichkeit und Einfachheit sind der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden, Freude und Selbstbestimmung. Mehr über mich erfährst du hier.








Hallo Marianne,
ich sag es mal so: Du hast die Arbeit – ich/wir haben das Vergnügen deiner Bilder und Geschichten ;)))
Herzlichst,
Silke
Danke Silke fürs Feedback – ich kann manchmal schon ganz schön jammern. Dabei habe
ich wirklich so gefüllte, schöne Tage mit all den Tieren 😉
Schön, dass du reingeschaut hast.
Alles Liebe
Marianne