Schon wieder sind wir am 12. des Monats angelangt! Zeit für 12 Bilder aus meinem ganz unspektakulären Alltag, der immer wieder durch seine Einfachheit verzaubert. Noch viele weitere Blogger/innen machen mit bei 12-von-12, du findest ihre Beiträge bei Caro von Draußen nur Kännchen. Der heutige Tag begann so klar und strahlend und vorallem: Kühl! Endlich hat es auch bei uns wieder geregnet und alles wächst und grünt wieder. Die Pferde finden auf der Weide endlich wieder Gras und die Hitze hat sich verabschiedet. Morgens und abends ist es schon recht frisch und ich bin einfach nur froh, dass der Sommer sich zum Ende neigt. Für den gesamten Lebenshof, Mensch, Tier und Pflanzen war dieser Sommer eine einzige Strapaze. Deshalb sind wir so dankbar, dass die Natur um uns herum sich wieder erholen darf.

Heute ging um 6.43 Uhr die Sonne auf. Die Tage werden also allmählich wieder kürzer.
Ich schlafe immer bei offenem Fenster und wenn ich morgens aufstehe, ist mein erster Blick immer aus diesem Fenster. Ich sehe nach, ob alles in Ordnung ist bei den Pferden. Corazon und Rainbow sind müde von der Nacht und schauen entspannt zum Wald. Pferde sind nachtaktiv und verbringen die Nächte auf der Weide. Mindestens einmal pro Nacht sehe ich mit dem Scheinwerfer nach, wo Momo ist, sie ist ja noch in Genesung und ich darf sie gut im Blick haben. Meistens liegen sie dann alle vier nebeneinander auf der Weide und schlafen entspannt für ein paar Stunden.

Das ist die liebe Lotti, sie machte es sich heute auf dem Liegestuhl im Garten gemütlich und beobachtet, was so los ist im Innenhof. Ihre Mama, die Glucke Tuva steht unterhalb und putzt sich gerade. Sie hütet diese Küken so gut und hat ihr schon fast alles beigebracht, was sie für ein sicheres Hühnerleben braucht. Lotti ist zwei Wochen alt und ein richtiger Wonneproppen. Heute morgen um 7 Uhr ging also mein erster Gang wieder in den Quarantänestall, wo Lotti und Tuva derzeit noch untergebracht sind. Sie haben wohl eine Uhr verschluckt und warten schon auf mich. Ich trage die beiden hinaus in den Garten und sofort geht es wieder auf Entdeckungsreise für Lotti.

Wir müssen ja unsere Mistentsorgung umstellen und brauchten dafür einen gebrauchten Mistcontainer. Da uns 5000 Euro aber zu viel waren, haben wir dieses "Prachtstück" günstig gekauft und Matthias muss so ziemlich den gesamten Boden und die Träger austauschen. Wir müssen oft improvisieren und versuchen so günstig, wie möglich einzukaufen, denn für all die Tiere am Lebenshof haben wir hohe Unterhaltskosten und das hat immer Priorität.
Es ist Wochenende, mein Mann hat frei und schon beginnt er wieder das laute Gedöns mit Eisensäge und dem Schweißgerät. Die Pferde mögen das Schweißgerät überhaupt nicht und ich bin froh, wenn dieses Projekt endlich abgeschlossen ist, damit im Pferdebereich wieder Ruhe einkehrt.

Schnell schweift mein Blick auf etwas Schöneres: Im Hufbad der Pferde spiegeln sich die Wolken, was für ein schönes Bild. Dieses Becken dient neben Besuchen von Vögeln und Libellen der Befeuchtung der Pferdehufe, damit sie elastisch bleiben. Gerade für die an Hufrehe erkrankte Momo ist das sehr wichtig. Der Huf ist noch in der Umformung und braucht täglich Wasser. Würden die Pferde frei leben können, würden sie aus natürlichen Gewässern trinken und dabei gleichzeitig ihre Hufe tränken. In Gefangenschaft, was unsere Haltung ja letztendlich ist, versuchen wir das nachzuahmen.

Ich bin auf dem Weg zum Obstgarten und möchte ein paar Birnen ernten. Wer begegnet mir denn da? Amanda ist unterwegs beim Gras essen, gemeinsam mit den Kaninchen. Meerschweinchen sind einfach so niedliche Tiere, ich liebe ihr Quiecken und ihre Schlauheit. Mindestens einmal täglich fahre ich mit dem Fahrrad zum Waldrand und pflücke vielfältige Gräser und Kräuter, damit die Kleintiere möglichst viel Auswahl haben.

Ein paar Meter weiter machen Peter, Heidi und Belmondo Pause. Loreley, Daisy, Biene und Samson sind auf der anderen Seite des Geheges unterwegs. Die Kaninchen sind derzeit zu siebt und meistern das alles prima. Sind doch Daisy und Biene erst ein paar Tage bei uns und ziemlich frech.

Heute sind endlich auch die Schafe mal wieder im Obstgarten. Ich hab mir was zu trinken geholt und kaum saß ich da, kam auch schon Blanka zu mir. Sie ist eine Herzensgute und zeigt immer wieder, wie froh, sie ist, dass sie ihren schlimmen Zusammenbruch damals gut überstanden hat und wieder gesund ist. Du kannst ihre Geschichte nachlesen. Natürlich schmuse ich eine Weile mit ihr, man kann sie einfach nur lieb haben, so sanft und lieb ist dieses Wesen.

Die Blumenkästen am Haus sind trotz Wochen der Hitze noch immer schön und ich freue mich jeden Tag darüber. Wenn du mich ein wenig kennst, weißt du, ohne Blumen geht bei mir nichts. Und so bin ich auch heute unterwegs in Garten und am Hof und bestaune all die blühenden Schönheiten, die überall zu finden sind.

Trauben gibt es in Hülle und Fülle am Hof und die Pferde haben das auch schon entdeckt. Corazon hat schon die halbe Rebe abgeerntet, sein Hals ist so lang, dass er da dran kommt. Aber ich pflücke ihnen auch immer mal wieder welche, weil sie es so lieben Trauben zu naschen. Du solltest sie schmatzen hören 😉

Am Morgen und am Nachmittag gibt es für alle Pferde und die Schafe eine Schüssel voll Müsli, Kräuter, Luzerne, Äpfel, Karotten, Hagebutten, rote Beete, Birnen und eingeweichten Hafer. Die Schafe bekommen gequetschte Gerste dazu. Die Fütterung wird sehr individuell gestaltet und ist für die Pferde sehr aufwendig. Sie bekommen einmal täglich Saaten von: Buchweizen, Sesam, Mariendistel, Schwarzkümmel, Chia, Karde, Hirse, Sonnenblumen, Hanf.
Dann gibt es diverse Kräuter wie Pfefferminze, Ringelblume, Teufelskralle, Weiderinde, Mädesüss, Kamille, Weissdorn, Brennessel, Gingko, je nach Bedarf. Mineralien gibt es an der Mineralbar im Stall, sowie Seealgenmehl, Lecithin, Kieselerde, Bierhefe und einiges mehr. Pedi und Momo bekommen derzeit auch Kolloide wie Zink, Germanium, Silber, Magnesium, Silizium. Die Natur hat so ein grosses Angebot und ermöglicht individuell zu unterstützen auf völlig natürliche Weise.

Der Stall ist endlich fertiggemacht für die Nacht, alle Tiere sind gefüttert und die Kleintiere sind sicher in ihren Ställen zurück. Jetzt müssen wir noch mit den Pferden los. Sonnenuntergang ist heute um 19.30 Uhr, also packen wir die Lampen ein, damit wir von den Autofahrern gesehen werden auf dem Rückweg. Unterwegs wählen die Pferde selbst, was sie essen möchten. Sie haben einen natürlichen Essinstinkt und es ist immer so interessant, was das einzelne Pferd so auswählt. Sie wissen genau, was ihr Körper gerade braucht.

Heute gehen wir zur Lichtung im nahegelegenen Wald. Gerade für Momo, die hier genüsslich grast, ist die tägliche Bewegung von vier Stunden absolut wichtig. Damit der Hufmechanismus in Gang kommt, muss sie laufen. Also gehen wir einmal täglich mit allen vier Pferden ins Gelände und den Rest des Tages bewegen sie sich gemeinsam im Paddocktrail. Die Pferde sind immer so brav, das freut mich jeden Tag. Dadurch dass wir täglich unterwegs sind, haben sie schon die unterschiedlichsten Herausforderung gemeistert von Schüssen über Mähdrescher usw. Sie vertrauen uns durch und durch und auch die Verbindung der Pferde untereinander ist sehr gut.
Es kostet uns täglich wirklich sehr viel Zeit, aber auch uns tut es gut, so viel wie möglich durch die Wälder zu streifen. Der Wald hält so einen Reichtum für uns bereit und schenkt uns: Sauerstoff, Erholung, Liebe, sattes Grün für die Augen, Entspannung, Gelassenheit, Kraft und mehr.
Dieser Sommer hat uns eindeutig gezeigt, dass wir etwas tun müssen, für unser Klima. Wir brauchen mehr Bäume und zwar die richtigen, heimischen Arten, damit gesunde Wälder entstehen können. Die Schäden an vielen Bäumen durch die Dürre von 2026 werden vielleicht erst in einiger Zeit sichtbar. Vieles konnten wir aber jetzt schon feststellen. Solange die Wälder nur als reine Wirtschaftswälder für Holz gesehen werden, schwere Harvester die Böden für Jahre verdichten, breite Lücken durch Holzschlag das Klima im Wald zerstören und nicht nachgedacht wird, bei der Bepflanzung, werden die Wälder kränkeln.

Wir brauchen Wälder!
Für ein gesundes Klima, als Schutzgebiete für Wildtiere, als Kraftorte für Mensch und Tier.
Wir möchten Waldstücke erwerben und Flächen renaturieren.

Pures Leben eben! Das ist meine Philosophie, nach der ich lebe. Die Natur ist meine Krafttankstelle und meine Heimat.
Seit über 30 Jahren lebe und arbeite ich mit Tieren in der Natur und folge einem bewussten, einfachen Lebensstil. Seit dem 22.5.2023 teile ich auf meinem Blog meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Inspirationen, die dich ermutigen können, wieder näher zu dir selbst und zu deiner Natürlichkeit zu finden.
Ich bin überzeugt: Natürlichkeit und Einfachheit sind der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden, Freude und Selbstbestimmung. Mehr über mich erfährst du hier.








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