Heute ist ja schon wieder der 12. des Monats. Also Zeit für einen 12-von-12-Blogartikel als Einblick in meinen Tag mit 12 Bildern. Ganz viele weitere interessante Tagesrückblicke findest du wie jeden Monat auf dem Blog von Caro von “Draußen nur Kännchen”.
Unsere Mission für den heutigen Tag: Der Pferdepaddock benötigt einen neuen Belag, damit die Hufe der Pferde einen festen Untergrund haben. Da wir nicht so immense Kosten in Kauf nehmen wollten, haben wir uns für eine einfachere Lösung entschieden. Am Lebenshof Naturreich gibt es ein Pferd, das an Hufrehe erkrankt ist. Damit das Hufbein wieder in seine richtige Position zurückfindet, gilt es, viele Aspekte zu berücksichtigen. Von guter Fütterung, korrektem Huf-Trimm in ganz kurzen Abständen, Bewässerung der Hufe, täglich viel Bewegung, eine Herde für gesunde Psyche und eben auch einen Bodenbelag, der Widerstand bietet.
Zwar ist heute extreme Hitze gemeldet, aber um eine solche Aktion durchzuziehen, braucht man Helfer, Maschinen, Material und trockenen Boden. Da das alles passt, nehmen wir die 30 Grad in Kauf.

Der Morgen begann heute schon so zauberhaft mit richtig frischem Ostwind – oh, wie ich das liebe! Klare, kalte Luft, nach einer viel zu heißen Nacht. Um 7 Uhr begannen wir mit den Vorbereitungen. Die Tiere mussten alle in Sicherheit gebracht sein, und doch sollten sie freien Zugang zu Weideflächen haben und die Möglichkeit, zurück in den schattigen Stall gehen zu können. Ein Hoch auf diese genialen Paddock-Panels! Diese Dinger sind zwar nicht schön, aber mega praktisch. Innerhalb von Minuten hat man ruckzuck den Paddock umgebaut.
Damit wir fast die ganze Bodenfläche bearbeiten können, haben wir einen schmalen Gang entlang der Kiefer und Misthaufen aufgebaut. Die Schafe sind im hinteren Bereich des Stalles untergebracht, denen ist es heute ohnehin zu heiß draußen. Die Kaninchen laufen frei herum und beobachten, was wir da so treiben.

Wir haben einen Minibagger und eine Rüttelplatte ausgeliehen und mein Sohn war schon früh mit dem Hänger unterwegs, um alles abzuholen. Jetzt kann’s also losgehen.

Zuerst muss die Erde abgezogen werden, wir werden sie später am Hang einarbeiten. Unter der Erdschicht hatten wir Paddock-Matten verlegt, die nun entfernt werden müssen. Sedrik baggert, mein Partner Matthias entfernt den Schmutz aus den Matten und ich fahre alles an unseren Lagerplatz.

Hier darf ich dann erst mal alles aufstapeln, sicher werden die Matten irgendwann wieder eine andere Verwendung finden. Bei uns am Lebenshof sind ja immer mal wieder neue Ställe und Ausläufe anzulegen. Unter diesen Matten lag eine weitere Erdschicht, die wir abtragen. Und darunter liegen abermals dicke, stabile Paddockplatten, die wir nicht entfernen.

Da kommt auch schon der Lastwagen und liefert uns 16 Tonnen Kies-Sand-Gemisch. Das ist das Material, welches wir auf der gesamten Fläche verteilen wollen. An diesem Platz ist auch das große Heugatter platziert, an dem die Pferde sich viele Stunden täglich aufhalten. Darum ist der Bodenbelag hier besonders wichtig.

Die Pferde hatten zuerst ziemlich Angst, denn wir hatten ja alles auf den Kopf gestellt. Diese Unruhe macht sie schnell nervös, zumal die Wallache Rainbow und Corazone ja erst seit drei Monaten bei uns leben. Aber ich hatte mir das vorher ja alles gut überlegt, wie ich das Ganze möglichst stressfrei für sie gestalten kann. Es gab zwar trotzdem ein paar kleine Ausraster, hauptsächlich die Rüttelplatte fanden sie spooky.
Deshalb durften sie im Obstgarten grasen, bis dann auch hier die Sonne kam und die lästigen Mücken ihnen keine Ruhe mehr ließen. Hier grast Rainbow gemütlich neben Kaninchen Samson, der seinen Obstgarten immer gut bewacht.

Endlich Frühstückspause für die fleißigen Arbeiter, denn wir haben alle ziemlichen Hunger. Der liebe Kalani kann’s wieder mal nicht lassen und schleicht sich bei Sedi auf den Schoß. Nachdem den ganzen Morgen alle nur herumgewuselt sind, genießt er es, wieder beachtet zu werden.

Nachdem der neue Belag verteilt ist, muss mit der Rüttelplatte alles verfestigt werden. Zum Glück ist es nur eine kleine Rüttelplatte, so ist es nicht ganz so anstrengend. Das ist also fast ein wenig wie Bügeln im Freien 😉 . Corozone und Rainbow beobachten mich ganz genau.

Ich versuche mich ein wenig mit den Baggerarbeiten, während die Männer sich ein Stück leckere Torte genehmigen. Ich hab’ mich ja seit Anfang des Jahres entschieden, zuckerfrei zu leben, somit bin ich dabei raus. Die alte, abgetragene Erde arbeiten wir hier am Hang ein.

Das Heugatter hatten wir zur Seite gestellt und so langsam nimmt es Formen an. Wird auch Zeit, denn die Sonne ist schon ordentlich gewandert und der Schatten hinter dem Stall verschwindet allmählich. Jetzt haben wir es bald geschafft und können das Heugatter wieder platzieren.
Dann können wir auch schon beginnen, alles wieder zurückzubauen, den Pferden ihren Raum wiederzugeben und alle Geräte zu säubern. Für mich heißt es jetzt Heu wässern, Futter richten für alle Tiere und die Abendfütterung durchführen.

Leider ist da noch ein Pferdehänger voll Stroh, der auch noch ausgeladen werden will. Na gut, aber dann geht es ab unter die langersehnte Dusche und wir drei springen noch kurz in einen kleinen See. Corazone und Rainbow inspizieren hier den Hänger und auch den neuen Bodenbelag.
Nachdem sie heute diese Hitze ertragen mussten, habe ich die beiden geduscht, und danach wurde ordentlich gewälzt auf der braunen Erde, wie man an Rainbow sieht. Das haben sie genossen.

Zum Ausklang bin ich noch mit den Hunden am angrenzenden Waldstück spaziert und habe unterwegs Gras für die Meerschweinchen gepflückt. Und siehe da – kündigt sich da etwa so ganz allmählich schon der Herbst an? Nach Tagen wie diesen sagte man früher: Man ist rechtschaffen müde. Yep, das sind wir heute wohl alle. Das gibt eine Zufriedenheit und fühlt sich trotz Erschöpfung richtig gut an.








0 Kommentare