Monatsrückblick Juni 2025: Neue Wege erspüren

30. Juni 2025 | Rückblicke

Das Zurückschauen auf den Juni 2025 und das vergangene erste Halbjahr haben mich gelehrt, dass das Leben oft andere Pläne hat als der Kopf. Während mein Businessplan mit Mentoringangeboten, Workshops und Retreat-Plänen gefüllt war, hat mich der Alltag auf dem Lebenshof ganz woanders hingeführt. Meinen Fahrplan konnte ich nicht einhalten, stattdessen war da Tierpflege, Hofarbeiten, Heuernte und ein Gefühl von „das ist alles zu viel“. Es zeigt sich ein neuer Weg, den ich erst ganz allmählich beginne zu erfassen.

Spanisches Herz und irische Wildheit

Seit die neuen Pferde auf dem Hof sind, hat sich einiges verändert, im Außen und im Inneren. Neue Dynamiken, neue Bedürfnisse, neue Rhythmen. Jedes Tier bringt seine eigene Geschichte mit, und es benötigt Zeit, Raum und wahrhaftige Präsenz, um Vertrauen aufzubauen. Corazon der temperamentvolle und zugleich zarte Pura Raza Española  begeistert uns mit seinem spanischen Herz.

Er hat schon so viel gelernt, ist bereits ein gutes Stück mehr angekommen und hat sich schnell in die Herzen der Menschen und Pferde am Hof gebeamt. Man muss ihn einfach lieben, ist sein Charakter doch so vielschichtig und sein Wesen so fröhlich.

Dann ist da noch dieses wilde, kleine irische Pferdchen namens Rainbow, das den Hof um ein Vielfaches bereichert. Er bringt diese zauberhafte Wildheit zu uns, die er durch seine ersten fünf Lebensjahre in irischer Freiheit in sich trägt. Jeden Tag lerne ich ihn etwas mehr kennen und fasziniert er mich erneut. Er vereint die Ruhe des Tinkers mit den Stärken des Connemarapferdes. Auch er hat so viel Temperament und einen astreinen Charakter.

Diese beiden Wallache sind vom ersten Moment unserer gemeinsamen Zeit ein wahrer Schatz. Beide sind so gütig, liebevoll, verspielt, fröhlich und freundlich. Sie lernen schnell und haben das Leben unserer Stuten bereits nach dieser kurzen Zeit so viel verbessert. Gemeinsam bilden sie schon jetzt eine harmonische, kleine Herde. Momo, die noch einen weiten Weg mit der Heilung ihrer Hufe vor sich hat, konnte bereits so viel mehr Lebensqualität erfahren.

Die vier Pferde auf der Weide links Shetlandpony, dann Stute Momo, Schimmel Corazon und Schecke Rainbow
Harmonische kleine Pferdeherde

Endlich hat sie wieder eine kleine Herde, sie läuft und läuft den ganzen Tag. Ich bin regelmäßig mit dem Trimm ihrer Hufe beschäftigt, und dafür ist Bewegung absolut wichtig. Sie geht fleißig und gerne mit auf die gemeinsamen Wanderungen und trabt bereits wieder. Die Stuten orientieren sich an den Wallachen und bewegen sich stundenlang. So war das gedacht, das war das Ziel, und ich weiß eines ganz sicher: Das ist noch nicht alles. Wir werden noch so viele wundervolle Erfahrungen gemeinsam machen können, und ich bin voller Dankbarkeit, dass diese beiden wirklich angenehmen, pflegeleichten und großartigen Pferdewesen zu uns gefunden haben.

So sind wir weiterhin im Prozess des gemeinsamen Wachsens. Wir erkunden auf gemeinsamen Wanderungen die Gegend, kommen immer mehr in Verbindung und lassen Freundschaft reifen. Dafür brauche ich viel Zeit und Aufmerksamkeit, doch sie fordern nicht nur heraus, sondern beschenken uns alle mit ihrer Präsenz, Liebe und Leichtigkeit. Ich fühle: Sie zeigen mir ganz neue Wege auf.

Pferde Corazone und Rainbow beim Spielen auf der Weide
Nein, kein Pegasus … Corazone und Rainbow im abendlichen Spiel

Heuernte – der Wintervorrat für die Tiere

Juni ist die Zeit der Heuernte und war wie jedes Jahr ein Kraftakt – körperlich und zeitlich. Doch zwischen all der Arbeit liegt auch etwas unglaublich Erdendes: der Duft von frischem Heu, das Gefühl von echter Verbindung zu Mutter Erde zur Nahrung, zum Kreislauf des Lebens. Die Heuspeicher sind voll, das ist ein wirklich gutes Gefühl und die Qualität ist besser als im Vorjahr.

Wir mähen nur einen kleinen Teil unserer eigenen Weiden und haben zusätzlich viele verschiedene Heulieferanten, damit die Vielfalt im Futter für die Tiere gegeben ist. Das bedeutet natürlich auch zeitlichen Aufwand für die Beschaffung. Mit unserem alten Förderband transportieren wir die Ballen auf den Heuboden und ich kann dir sagen: Das Stapeln dieser frischen, noch schweren Ballen bei Temperaturen über 30 Grad und kaum Luft zum Atmen, je höher wir kommen, ist kein Zuckerschlecken.

Auch wenn die Tage intensiv waren – sie waren erfüllt. Und genau das lässt mich dankbar sein. Nachdem zwei unserer Pferde empfindlich auf Heustaub reagieren, achteten wir sehr genau darauf, dass sie an den Einfuhrtagen nicht im Stall waren, um sie vor Staub zu schützen. Weil die Pferde so friedlich sind, lief alles ganz harmonisch ab.

Ein Schlepper der die Heuballen presst auf der Pferdekoppel und ein Ladewagen für die Ballen bei der Heuernte im Juni 2025
Heuernte auf unserer Pferdekoppel

Viel geplant, wenig geschafft – und dennoch wertvoll und genug sein

Blicke ich heute auf den Monat und das Jahr zurück, fühlt es sich an wie ein Realitätscheck. Meine Pläne konnten nicht greifen, meine Businessziele sind nicht erreicht.

Meine inneren Prozesse waren intensiv, und mein Smartphone hatte ich noch nie so wenig genutzt wie in diesen Wochen. Social Media überforderte mich gänzlich und es wurde etwas still um mich. Ich gönnte mir den Luxus von digitaler Auszeit, um ganz bei mir sein zu können, präsent und gegenwärtig. So konnte ich die Momente des Lebens bewusst wahrnehmen.

Stattdessen hat der Lebenshof meine ganze Aufmerksamkeit gebraucht. Ich habe viel gegeben, die Energie für alle gehalten und auf anderer Ebene gewirkt. Das Gefühl von Niederlage lasse ich los und sehe diese Wochen als Einladung zur Klarheit. Es darf sich neu ordnen. Ich darf loslassen, was (noch) nicht fließt – und gleichzeitig offen bleiben für das, was in mir längst bereit ist. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, um neu zu lauschen: auf meine eigene Stimme, auf das, was wirklich gelebt werden will – im Einklang mit allem, was mich umgibt.

Solch ein Rückblick ist immer wieder faszinierend: Ich hatte erkannt, was wirklich dran ist, es ging um Pflegen, Nähren, Hüten, Begleiten – für Tiere, Garten, Natur, für das Ganze. Und ja, auch für mich selbst. Mein Körper und mein Zyklus forderten mich abermals heraus, nach meiner Balance zu spüren, Kraft zu schöpfen, neu auszurichten und den wahren Plan zu erkennen.

Mein großes Anliegen ist es, Menschen das Leben im Einklang mit den Rhythmen der Natur näherzubringen und sie darin zu bestärken, ganz sein zu können. Da liegt es doch sehr nahe, dass genau das auch von mir gelebt sein will. Natur folgt keinem Zeitplan, keinem Businessplan. Sie folgt Zyklen, Energien, dem, was gerade wirklich ist. Und manchmal bedeutet das: Loslassen, was „erdacht“ war – um mit dem zu gehen, was jetzt wirklich ruft.

Nicht funktionieren, sondern mitschwingen. Nicht umsetzen, was der Kopf will, sondern dem zu folgen, wozu das Leben einlädt. Ist das zu viel Luxus, den ich mir nicht leisten kann? Nein. Meine Seelenbalance ist eine Priorität, meine übernommene Verantwortung für all die Tiere am Lebenshof ein Teil meiner Bestimmung. Meinen Körper so stabil zu halten, dass die Seele gerne darin wohnt, ein echtes Anliegen.

Ich bin wertvoll, ich bin ganz, ich bin bereit für Wachstum und Fülle. Mit etwas Neusortierung und Öffnung für tatkräftige Unterstützung wird es mir gelingen, all meine schönen Aufgaben zu erfüllen und zugleich meine wundervollen Ideen in die Welt zu bringen.

Marianne und Corazone im Juni 2025
Die Pferde sind wundervolle Lehrmeister, wenn wir ihnen zuhören

Was im Juni 2025 sonst noch los war

  • Blogparadenzeit in The Content Society: So gerne hätte ich mich an mehr Aufrufen beteiligt, aber die Zeit fehlte. Es war wieder spannend, neue Blogs zu entdecken und die wundervollen Menschen, die dahinterstehen.
  • Ein neuer Alu-Pferdehänger ist da – das bedeutet, nach der Hitzewelle beginnen wir mit dem Verlade Training mit den neuen Pferden.
  • Der jährliche Besuch meiner Freundin fiel dieses Jahr in die letzte Juniwoche, und wir genossen die gemeinsame Zeit bei heißen 30 Grad.
  • Hitze, Hitze, Hitze und dadurch bedingter Mehraufwand in der Tierpflege siehe meinen Artikel über Extremwetterlagen.
  • Besuch eines aufbauenden Channeling-Events in Bad Aibling von Adriana Meisser mit Halbjahresprognose
  • Ernte von Himbeeren, Johannisbeeren, Gurken, Zuccini und mehr

Was ich im Juni 2025 gebloggt habe

Ausblick auf den Juli 2025

  • Realistische Planung meiner Tagesabläufe, Arbeiten und Zeitfenster
  • Klare Ordnung schaffen in meinem Arbeitszimmer
  • Lästig, aber notwendig: Meine kompletten Küchenschränke ausräumen, putzen und neu einsortieren
  • Auch mal schwimmen gehen und die Schönheit des Sommers wertschätzen

Willst du am Hofleben teilhaben und in Verbindung bleiben?

Marianne mit Momo

Hallo, ich bin Marianne

Als intuitive, hochsensible Impulsgeberin liegt mein Fokus darauf, Menschen mit der Natur und ihrem höchsten Selbst zu verbinden.

“Im Einfachen das Wunderbare erkennen”

Die besten Tipps+Inspirationen in 3 Freebies zum Download als PDF

 

2 Kommentare

  1. Liebe Marianne,
    vielen Dank für deinen einfühlsamen Monatsrückblick „Neue Wege erspüren“. Deine achtsame Verbindung zur Natur und das bewusste Wahrnehmen alltäglicher Impulse berühren mich sehr. Besonders gefallen hat mir, wie du inmitten von Alltagsmomenten diese „Naturkraft“ als Inspiration nutzt und zu neuen Schritten motivierst.

    Deine klaren Gedanken zur Zeit, wie kostbar sie ist und wie präsentes Erleben sie bereichert, schenken wertvolle Impulse für den Juli. Danke, dass du so authentisch zeigst, wie Wandel in kleinen Schritten entsteht, verbunden mit Natur, Selbstfürsorge und Kreativität.

    Ich freue mich sehr auf deine nächsten Einblicke und Wege im Juli!

    Herzliche Grüße

    Antworten
    • Liebe Shivani
      Ich danke dir für deine schöne Rückmeldung und dass du dir die Zeit zum Lesen genommen hast, ich freue mich darüber.
      Gerade heute früh ist mir wieder der Fuchs begegnet und so werde ich nach der Arbeit noch einmal die Krafttierbotschaft
      lesen zum Fuchs. Ich weiß, alles spricht zu mir und keine Begegnung ist ohne Sinn, das Leben hat mich gelehrt
      zuzuhören und zu fühlen. Dafür bin ich dankbar. Alles Liebe zu dir! Marianne

      Antworten

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