Mein 12-von-12 im Januar 2026 – Extremwetterlagen sind herausfordernd

12. Jan. 2026 | Rückblicke

Mein zwölfter Januar in zwölf Bildern, ganz nach der Tradition von Caro von Draußen nur Kännchen. Das ist eine schöne Tradition, wie ich finde: einen ganzen Tag die Kamera zücken und ein paar Momentaufnahmen dieses Tages teilen. Fällt mir immer schwer, eine Auswahl zu treffen, so viel passiert immer an einem Tag. Heute spielt das Wetter verrückt, von Minus 12 Grad bis plus 2 ist alles dabei. Viel Spaß beim Lesen!

Mein 12. Januar begann heut schon um 3 Uhr nachts, denn die Pferde schlugen gegen die gefrorenen Wasserbottiche. Ich schlafe direkt über dem Pferdestall, somit bekomme ich immer alles mit, was da draußen so läuft. Wir hatten 12 Grad Minus und alles war zugefroren. Also schlüpfte ich im Schlafanzug in meine Schneehosen, Stricksocken und eine warme Jacke und brachte ihnen warmes Wasser aus der Küche.
Es schneite den ganzen Morgen und es war immer noch sehr kalt. Um 6.30 Uhr brachte mein Mann dann noch mehr warmes Wasser in die Ställe und ich machte mich daran, auszumisten.
Die Schafe kamen später dann auch raus, als es aufhörte zu schneien. Sie fühlten sich sichtlich wohl in ihrer kuschelig dicken Wolle. Das sind Rosalie, Stine, Elin, Aihnoah, Frodo und Blanka.
Kaninchen Loreley weigert sich strikt, in den Stall zu kommen und das schon seit 2 Wochen. Ihre Freundin ist gestorben und sie lässt sich seither nicht mehr einfangen. Unter dem Holzstapel hat sie sich eine Erdhöhle gebuddelt und dort verkriecht sie sich. Keine Ahnung, wie sie die Kälte aushält, ich bringe ihr zweimal täglich frisches Futter und hoffe, sie kommt bald wieder auf meinen Arm, wie früher, damit ich sie abends in den warmen Stall bringen kann.
Die anderen Kaninchen und die Meerschweinchen tummeln sich in den Häusern mit Rotlicht und Wärmelampen und freuen sich in der Früh über warmes Wasser, Salat und Obst und Gemüse.
Am Morgen gibt es dann im Stall warmes Müsli mit allerlei Leckereien und Rainbow schüttet wie immer erst mal seine Schüssel um und sortiert seine Lieblingsstücke raus. Bananen, Äpfel, Rote Beete, Karotten, Hafer, Kräuter, Seealgen und Hagebutten.
Nachdem in den Ställen alle Tiere des Lebenshofes versorgt waren, habe ich alle Vogelfutterstationen am Hof aufgefüllt. Jetzt wirds Zeit Katzen und Hunde zu füttern und eine Pause in der warmen Küche zu machen. Von hier aus kann ich beobachten wer sich alles am Vogelhaus tummelt. Von Buntspecht, Kleiber, Amsel, Finken, verschiedene Meisen bis Haussperling ist alles dabei.
Doch dann taucht dieser Gauner auf – der Falke hat auch Hunger, aber nicht auf Körner. Er schnappt sich einen kleinen Vogel am Vorbeifliegen und später sitzt er auf unserer Kiefer und beobachtet die Vögel weiter.
Die beiden Katzen Kelly und Odin haben keine Lust rauszugehen bei der Kälte. Sie faulenzen lieber auf dem Sofa im Flur. Katze müsste man sein 😉
Unterdessen fallen die Temperaturen und der Eisregen beginnt – deshalb fällt mein Nordic Walking mit den Hunden heute aus und auch die Wanderung mit den Pferden. Es ist mir zu gefährlich, denn es ist spiegelglatt. Also mache ich Büroarbeit, schreibe meinen Motto-Artikel für 2026 und mache die Rücksendung von Momos Hufschuhen fertig. Leider sind sie viel zu klein und ich muß sie umtauschen.
Mitterweile hat der Eisregen den gesamten Hof in eine Eispiste verwandelt und ich suche erst mal meine Spikes. Für die Pferde ist so eine Wetterlage sehr gefährlich, sie könnten ausrutschen zumal wir in Hanglage leben. Aber gegen Abend sollen die Temperaturen steigen, ich hoffe also darauf, dass das Eis schnell wegtaut.
Nach dem Eisregen hatten alle Pferde eine vereiste Mähne. Pedi entschied sich dann doch lieber, in den Stall zu gehen und dort am Heu zu fressen, sie war voller Eiszapfen im Fell.

Es war ein vielseitiger Tag heute von Schneegestöber über Eisregen, Regen, Gemütlichkeit im Haus, Wasser schleppen und Eisbrocken aufschlagen, Ausrutschen und schauen, dass ein jedes Tier am Lebenshof alles hat, was es braucht. Richtig schön, heut am späten Abend nochmal alles Revue passieren zu lassen und diesen Blogartikel zu erstellen. Ich bin zwar müde, aber zufrieden.

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Marianne mit Momo

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Als intuitive, hochsensible Impulsgeberin liegt mein Fokus darauf, Menschen mit der Natur und ihrem höchsten Selbst zu verbinden.

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6 Kommentare

  1. Es ist schön zu lesen, mit wie vielen Tieren ihr lebt und dass manche oder fast alle ihre Eigenheiten und Persönlichkeit haben. Das trauernde Kaninchen beeindruckt mich auch, hätte ich nicht gedacht…
    lg

    Antworten
    • Liebe Friederike
      Vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, jedes Tier hat sein eigenes Wesen und ist einzigartig und alle fühlen und nehmen wahr. Viele von den Tieren am Lebenshof haben eine Vorgeschichte, die oft mit Traumata zu tun haben. Sie können hier in der Gemeinschaft mit allen Tieren in ihrem Tempo heilen. Und die Tiere spiegeln auch uns Menschen so klar. Sie zeigen uns so viel über unser Verhalten und unsere Themen. Man kann jeden Tag von ihnen lernen.
      Wer weiß – vielleicht kommst uns ja mal besuchen und fühlst es selbst.
      Alles Liebe Marianne

      Antworten
  2. Liebe Marianne
    So schön, alle (? 😉) deine Tiere zu sehen und mitzulesen, was so ein kalter Tag für Herausforderungen bringt für euch! In meinem 12 von 12 gab es lediglich einen Mosaik-Esel, der auf ein Foto sprang und mich durch den Tag begleitete.
    Herzliche Grüsse

    Antworten
    • Liebe Susanne
      Danke fürs Reinschauen in meinen Tag am Lebenshof. Alle Tiere passen da leider nicht rein 😉
      Da werd ich doch gleich mal bei dir reinschaun.
      Herzliche Grüße
      Marianne

      Antworten
  3. Liebe Marianne,
    wow, ich staune und zolle dir höchsten Respekt für deine Arbeit mit deinen Tieren. Ich habe nur ab und zu drei Hunde im Haus, die Arbeit damit reicht mir schon …
    Trinken Pferde mitten in der Nacht? Das habe ich heute von dir gelernt – und dass die Trauer eines Kaninchens lange dauern kann.
    Ich wünsche dir und allen Bewohner:innen deines Hofes ein gesundes und sattes Jahr 2026!
    Liebe Grüße
    Gabi

    Antworten
    • Danke Gabi für deinen Kommentar! Ja Pferde essen und trinken auch nachts. Und alle
      Tiere trauern genau so, wie wir es tun. Danke für deine guten Wünsche.
      Alles Liebe
      Marianne

      Antworten

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