Monatsrückblick Juli 2025 – viel Bewegung im Inneren

9. Aug. 2025 | Rückblicke

Kennst du das? Du hast viele Pläne, möchtest so vieles im Äußeren bewegen, und stattdessen melden sich so viele innere Themen, dass du das Gefühl hast, nichts bewirkt zu haben? Doch lassen wir uns nicht täuschen: Das viele Machen und Tun im Außen ist nicht die einzige Möglichkeit für Wirksamkeit. Wir sind immer wirksam, auch in den stillen Zeiten. Deshalb schreibe ich trotz vieler unerledigter Dinge diesen Monatsrückblick.

Der Lebenshof Naturreich nimmt mich in die Pflicht.

Am Lebenshof Naturreich gibt es immer alle Hände voll zu tun. Da gibt es die täglichen Stallarbeiten, die Betreuung und Pflege kranker Tiere, die Futtermittelbeschaffung, die Huf- und Klauenpflege, die Weidepflege und auch die Bewegung der Pferde und Beschäftigung mit den Hunden. All das braucht Zeit und Aufmerksamkeit und ist dauerhaft und regelmäßig auszuführen. Da gibt es keine Sonn- und Feiertage und auch keinen Urlaub. Die Tiere wollen immer behütet sein, gepflegt und beachtet sein.

Bei diesem Monatsrückblick bin ich etwas verzweifelt, weil mir die Zeit einfach nicht gereicht hat. Die Tage vergingen wie im Flug und die Kunst lag nun darin, es so anzunehmen. Ich habe ja gesagt zu all diesen Tieren und ja zu der Aufgabe, einen Lebenshof zu führen. Und so hatte ich zwar viele Ideen in meinem Kopf und sprühte vor Begeisterung, doch die Kraft reichte am Ende des Tages leider nicht aus.

Nach der Stall-, Garten- und Hofarbeit bin ich total müde und konnte mich nicht so zusammenreißen, wie ich das früher noch konnte. Vielleicht möchte ich auch zu viel auf einmal und ich darf diese Aufgabe mit dem Hof einfach auch mal annehmen, als das, was sie ist. Ein Fulltime-Job, der für einen allein oft nicht zu schaffen ist. Es ist eine so wunderschöne Aufgabe und so erfüllend.

Ich arbeite noch daran, mich nicht permanent so unter Druck zu setzen und zu denken, dass ich nicht genug leiste. Wie geht es dir mit deinem Pensum, das du dir vornimmst? Kannst du alles bewältigen? Balance zu halten, ist eine ständige Aufgabe für mich, und als ich mir etwas mehr bewusst gemacht hatte, dass der Hof mit all seinen Aufgaben mich sehr fordert, konnte ich meinen Perfektionismus auch wieder besser loslassen. So vertraue ich nun einfach darauf, dass sich das alles bald auf mehrere Schultern verteilt und ich wieder mehr Freiraum für meine anderen Aufgaben habe.

Hier arbeiten wir an einem neuen Belag für den Paddock-Bereich der Pferde.

Braucht der Wandel so viel Energie?

Alle Welt spricht von Zeiten des Wandels, von Energieerhöhung und Transformation. All das kostet Kraft, und vielleicht kämpfst auch du öfter mit Müdigkeit und Erschöpfung. Mir ging es auf jeden Fall so und ich hoffe, dass bald wieder mehr Kraft frei wird. Aber ja, es ist eine anstrengende Zeit, in der wir gerade leben, und wir tun wirklich gut daran, auf unsere Selbstpflege zu achten.

Ich halte mich von Nachrichten fern und versuche immer wieder bewusst Digital Detox zu praktizieren, damit ich ganz bei mir sein kann. In meiner Kraft und meiner Ausrichtung. Stattdessen bin ich so oft ich kann in der Natur, denn die Natur heilt uns, verbindet uns mit unseren eigenen Wurzeln, mit der Erde und dem Himmel. In der Natur atmen wir tiefer und finden wieder ganz zu uns.

Also ja, ich würde sagen, der Wandel benötigt Energie. Altes wird noch einmal hochgespült, Einiges möchte losgelassen werden und darf gehen. Meine Liebe zu den ätherischen Ölen ermöglicht mir ein weites Feld an Unterstützung. Dafür bin ich sehr dankbar. Denn die Natur aus der Flasche begleitet mich überall. Ätherische Öle ermöglichen mir Fokus, Entspannung, hormonelle Unterstützung, Klarheit, Wohlempfinden, Selbstvertrauen, Loslassen, Freude, Auflockerung bei Verspannungen und noch so vieles mehr.

Beim Monatsrückblick wird mir klar, wie viel Zeit ich alleine schon mit den Wanderungen mit den PFerden verbrauche. Hier bin ich mit den Wallachen unterwegs.
Bei der täglichen Wanderung mit Corazone und Rainbow

Menschen loszulassen tut weh.

Der Juli endete nicht so, wie ich mir das gewünscht hätte. In meinem privaten Umfeld gab es eine Trennung, die uns alle betraf, und auch ich war gezwungen, loszulassen. Ich hasse es, geliebte Menschen zu verlieren, und es triggerte in mir wunde Punkte aus meiner Vergangenheit. Auch wenn es mir gar nicht gefiel, so war es wichtig, diese Situation zu respektieren und sie zu akzeptieren.

Wie gehst du damit um, wenn Menschen aus deinem Leben gehen? Ich mag es nicht, zu sehen, wenn andere leiden und traurig sind. Empathisch, wie ich eben bin, versuche ich sodann aus ganzem Herzen und mit meiner ganzen Präsenz zu helfen, wo ich kann. Doch ich kann den Weg nicht für andere gehen, ich kann nur beistehen, weitergeben, was ich erfahren habe, und aus meiner inneren Schatzkiste schöpfen.

So konnte ich viele Punkte aus meiner Vergangenheit beleuchten, loslassen und nochmals tiefer begreifen. Gerade, wenn wir jung sind, neigen wir dazu, uns sehr an Menschen zu binden. Wir geben ein Stück unseres Selbst auf und beginnen fast ein wenig durch den anderen zu leben. Doch alle Menschen wünschen sich Freiheit, denn das ist unsere Natur. Darum kann es manchmal in Beziehungen zu Menschen zu eng werden.

Intensiv und emotional waren die letzten Wochen. Mehr denn je wurde mir deutlich, wie wichtig es ist, dass jeder Mensch sich seiner eigenen Größe und Einzigartigkeit bewusst ist. Dass wir unsere wichtigsten Werte kennen und genau wissen, wofür wir in diesem Leben stehen. Wenn wir uns selbst und unsere Wünsche und Visionen genau kennen, dann wissen wir, worauf wir den Fokus legen können.

Je klarer wir uns darüber sind, wer wir sind, desto mehr Bewusstsein über unser Selbst haben wir. Dann können wir einstehen für uns, geben uns zwar hin in Beziehungen, aber wir geben uns nicht auf. Wir wissen dann um unsere innere Größe, unsere Besonderheiten und können anderen auf Augenhöhe begegnen. Wir sind dann fähig, zu geben, zu empfangen und auch loszulassen. Immer wieder dürfen wir loslassen in einem Erdenleben. Menschen, Tiere, Dinge – denn im Leben ist immer alles in Veränderung. Und obwohl ich all das so sicher weiß, gab es sehr viele Tränen in diesem Monat.

Eine Möwe schwebt am blauen Himmel
Frei sein von Bindungen ist eine große Aufgabe. Unsere Beziehungen in Freiheit zu führen, eine Herausforderung.

Was ich im Juli gebloggt habe

Im Juli war es sehr still um mich, das ist schade, aber zu vieles prallte auf mich ein. Doch dieser Blogartikel ist eine wunderschöne Zusammenfassung aller tollen Beiträge von Frauen zu meiner Blogparade „Welche Bedeutung hat die Natur in deinem Alltag?“, du findest darin tolle Anregungen. Natürlich habe auch ich einen Artikel geschrieben mit dem Titel „Im Alltag mit der Natur verbunden – was es für mich wirklich bedeutet“.

Blogparade: Ein Blick in die Baumwipfel und grünen Blätter

Was sonst noch los war im Juli

Wir verbrachten einen halben Tag mit der Sattlerin und unseren neuen Pferden. Es war mir wichtig, dass die Passform der mit den Pferden übernommenen Sättel von einem geschulten Auge geprüft wird. Denn der Rücken der Pferde soll so gut geschont werden, wie nur möglich. Auch wenn wir den Fokus nicht auf das Reiten der Pferde haben. Wir spüren gut hinein, ob sie das wirklich wollen. Bislang sind wir täglich mit ihnen zu Fuß unterwegs und lassen das gegenseitige Vertrauen wachsen.

Wir werden mit ihnen allmählich die sieben Spiele nach Pat Parelli am Boden aufbauen und dann sehen, ob sie Freude daran haben, dies auch mit einem Reiter zu praktizieren. Es bleibt bei einer gebisslosen Zäumung, damit die Basis von Freiwilligkeit und Vertrauen möglich ist.

Auf Social Media war ich nirgends aktiv, weil ich es einfach nicht konnte. Es war kein Raum dafür und in mir sperrte sich alles dagegen. Eigentlich ein No-go? Ich weiß es nicht. In gewisser Weise ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann. Und dennoch war es in Ordnung so, denn zu posten, nur des Postens willen, ist nicht mein Ding. Es darf mir auch Freude machen, und dann tue ich es gerne. Aber krampfhaft fühlte sich einfach nicht richtig an.

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Marianne mit Momo

Hallo, ich bin Marianne

Als intuitive, hochsensible Impulsgeberin liegt mein Fokus darauf, Menschen mit der Natur und ihrem höchsten Selbst zu verbinden.

“Im Einfachen das Wunderbare erkennen”

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