Monatsrückblick Juli 2026 – Hitze, Mücken, Trockenheit

7. Aug. 2026 | Rückblicke

Der Juli versprach anstrengend zu werden! Denn es ist Urlaubszeit und meine Familie ist einige Wochen unterwegs zu neuen Abenteuern. Für mich heißt das allerdings, ich bin auf mich gestellt und es wird mir nicht langweilig werden. Dieser Monat war so trocken und heiß, dass wir wirklich Sorge haben, bald gar kein Gras mehr auf den Weiden zu haben. Der Juli begann mit einem Unfall und endete mit einem Sturm.

Mit Unfall in den Juli gestartet

Was für ein Start in den Juli 2026! Gleich morgens wollte ich Hufe schneiden bei den Pferden und weil ich aber schon seit einiger Zeit eine Entzündung in der Hand hatte, war ich nicht so mobil, wie gewohnt. Das Pferd zog den Huf weg und ich rutschte mit meinem wundervollen Messer ab, das ich direkt zuvor mit einer neuen, super scharfen Klinge versehen hatte. Zack. Ich spürte sofort, dass das nicht gut war. Das Blut spritzte sofort heraus und ich machte mich mal auf den Weg ins Wohnhaus, um meinen Sohn um Hilfe zu bitten.

Zum Glück ist er Rettungssanitäter und sehr gut ausgerüstet. Er desinfizierte die Wunde, tapte den breiten und tiefen Schnitt und wir diskutierten kurz darüber, ob ich wohl ins Krankenhaus fahren sollte oder nicht. Ich gab mich geschlagen, fühlte ich doch selbst, dass das wohl genäht werden musste. Somit verbrachte ich fast den ganzen ersten Juli in der Notaufnahme, denn dort war ausgerechnet Chaos-Tag. 14 Tage absolute Ruhe wurde mir empfohlen, das war allerdings absolut unrealistisch, da ich ja meine Arbeit am Hof weiterführen musste. So viel Verbandszeug, Traumeel-Salbe und ätherisches Kamillenöl, wie in diesen Wochen habe ich noch nie verbraucht.

Einige Stunden saß ich an diesem Tag in der Notaufnahme, bekam meine Handverletzung genäht und eine Infusion mit Breitband-Antibiotika, denn so ein Hufmesser ist nicht gerade steril.

Sonderprogramm für unser Rehe-Pferd

Unsere an Hufrehe erkrankte Stute Momo bekam am 9. Juli einen professionellen, medizinischen Trimm einer Hufpflegerin für ihre Hufe. Wir einigten uns auf ab sofort einen monatlichen Termin und dass ich dazwischen schneide. Doch die Vorderhufe hatten immer noch den falschen Winkel und so lies ich eine neue Analyse machen. Es ist so ein komplizierter Fall von Rehe, dass ich mir selbst nicht mehr sicher war, wie ich sie in die richtige Form bringen sollte.

Wir einigten uns also darauf, für 2-4 Monate ein Sonderprogramm zu fahren. Die Hufpflegerin kommt alle 10 Tage für den Trimm und wir starteten hier direkt danach mit 3 Stunden täglicher Bewegung für Momo, um die Heilung so gut wie möglich zu unterstützen. Zudem ist sie nachts mit der Herde auf der Weide unterwegs. Sie sollte sich so oft wie möglich bewegen, damit die Hufpumpe in Gang ist, alles gut durchblutet wird und der Huf Chance auf Heilung hat.

Die Temperaturen lagen fast durchweg über 30 Grad, manchmal sogar bei 38 Grad. Es war grauenhaft und für alle Tiere am Lebenshof wirklich ein enorme Belastung. Zudem hatten wir so viele Rossbremsen, kleine Bremsen und Kriebelmücken, wie nie zuvor und die Tiere sind wirklich genervt. Leider regnete es bei uns nie, es zog immer alles oberhalb und unterhalb an uns vorbei.

Momo bekommt tägliche Massagen, Kolloide, Hufbäder, Blütenessenzen, Kräuter und energievolle Nahrung. Anders wie überall verbreitet wird, sollen Pferde mit Hufrehe zusätzliche Kraft zugeführt bekommen, statt wie fälschlicherweise gelehrt, auf Diät gesetzt zu werden. Sie brauchen für den Prozess der Heilung eines Umformungshufes enorm viel Kraft.

Vorderhuf von Rehepferd Momo
Jedes Mal wenn ich den Trimm gemacht habe, schaue ich mir das auf den Fotos nochmals genauer an und spreche Optimierungen mit unserer professionellen Hufpflegerin ab.
Ich hatte mich belesen, wie ich die korrekte Anwendung der Frequenz Therapie bei den Pferden durchführen kann.
Momo beim morgendlichen Hufbad

Hitze, Schwüle, Dauerstress

Die Hitze im Juli machte den Tieren und auch mir sehr zu schaffen. Wie du in meinem Artikel über Extremwetterlagen lesen kannst, sind solche Phasen außerordentlich anspruchsvoll für alle Wesen am Hof. Der Wasserdampfvernebler läuft täglich mit ätherischem Pfefferminze-Öl, als Erfrischung und Raumluft-Verbesserer für die Tiere.

Ich mistete 4-5 Mal täglich die Pferdeställe aus, damit sich der Ammoniak im Rahmen hält und die Luft in den Ställen nicht so schlecht wird. Das bedeutete absoluter Mehraufwand und riesige Mengen von Mist, die anfielen. Die Pferde machten keinen Schritt mehr vor den Stall und sind nur noch nachts auf die Weiden. Die Stechmücken waren derart aggressiv und lästig, Corazon bekam sogar eine Ausschlag davon an den Beinen.

Um die Mittagszeit herum machte ich immer feucht-kalte Wickel mit großen Badehandtüchern für die vier Pferde und mindestens einmal am Tag duschte ich sie alle ab. Das tat ihnen gut und erfrischte sie. Dazwischen gab es Pfefferminz-Spray ins Fell. Die Fütterung für alle Tiere war speziell in diesen anstrengenden Tagen. Ich brachte täglich mehrmals frisches, kaltes Wasser in die Tränken aller Ställe. Kistenweise Salatgurke, Äpfel, Birnen, Rote Beete und Karotten verfütterte ich. Saftfutter tat ihnen so gut und Äpfel haben Elektrolyte.

Zusätzlich zur Mineralbar im Stall bot ich noch natürliche Mineralien an, damit sie alle bei Kräften blieben. Leider ist der Pferdebereich hier am Lebenshof nicht mit Bäumen bepflanzt und die Sonne knallt regelrecht herunter. Und dass ohne den lang ersehnten Regen. So kannst du dir vorstellen, was mit den Wiesen passiert.

Die Meerschweinchen und Kaninchen musste ich tageweise in den Futterstall umsiedeln, weil die Hitzebelastung draußen viel zu groß war. Dort hatte ich sie gut im Blick und war sicher, dass sie nicht irgendwo in der Hitze schmachten. Sie wurden aufgepeppelt mit viel frischem Saftfutter. Dabei konnte ich gleich mal wieder Zahn- und Krallenkontrolle machen und Haare schneiden, wo es nötig war. Im Sommer muss man höllisch auf Sauberkeit achten, um einen Fliegenmadenbefall zu vermeiden.

Damit diese Hitze nicht das neue normal wird, sollten wir dringend alle einiges verändern. Es wird Zeit, dass die Menschheit mit dem Fleischkonsum aufhört. Dann kann die Massentierhaltung ein Ende haben und wir brauchen auch nicht mehr so viele Flächen für Futtermittelanbau. Stattdessen können wir dann Wälder anpflanzen, Urwälder, Mischwälder und diese hüten und pflegen. Wälder schaffen einmaliges Klima, sie kühlen.

So sehen unsere Weiden und die Umgebung derzeit aus: Alles bräuchte ganz dringend Wasser über einen längeren Zeitraum
Pflaumen- und Kirschbäume sind abgebrochen und die Pferde machen sich über das Laub und die Äste her.
Endlich gab es eine kleine Abkühlung und die Pferde konnten für kurze Zeit draußen genießen.

Was im Juli 2026 sonst noch los war

  • Am 31.12. verabschiedete sich dieser Juli 2026 mit einem heftigen Sturm. Rund um uns herum gab es schwere Sturmschäden und die Feuerwehren waren überall im Einsatz. Hier bei uns sorgte der Sturm für eine Abkühlung, leider nur für ein paar Tropfen Regen und hie und da leichte Sturmschäden.
  • Jeder Mensch sollte mindestens einmal im Leben eine persönliche astrologische Beratung haben. Denn das kann ganz viel Klarheit bringen über den eigenen Lebensweg und mehr Verständnis für die Zusammenhänge. Ich auf jeden Fall hatte meine Beratung von Sabine Fordtner absolut genossen und hörte mir die Aufzeichnung noch einige Male an. Ich hatte mir dieses Jahr den Jahresvortrag von Silke Schäfer gegönnt und war da schon sehr begeistert.
  • Heu - Heu - Heu. Wir hatten dieses Jahr viele, kleinere Mengen Heu aus unterschiedlichen Ernten gekauft und somit jede Woche neue Lieferungen abladen dürfen. Das war ganz schön mühsam bei der Hitze. Aber jetzt ist der Speicher voll für den Winter und das ist gut so, denn es gibt kaum mehr welches zu kaufen, weil die Ernten aufgrund Wassermangels so schlecht ausgefallen sind.
  • Mein jüngster Sohn hat seine Ausbildung mit Bravour beendet. Natürlich waren wir auch bei der Preisverleihung an der Berufsschule und Abschlussfeier dabei. Wow, ich bin stolz auf ihn.
Juhuu - das waren anstrengende Wochen für ihn
Merlin hat mit Auszeichnung seinen Abschluss zum Werkfeuerwehrmann am Flughafen bestanden

Was ich im Juli 2026 gebloggt habe

Wassermelone ist immer der Renner im Sommer. Wir bieten sie allen Tieren an und sie sind dankbar für diese saftige Erfrischung.

Ausblick auf den August 2026

  • Voraussichtlich weiterhin Hitze
  • Ein halber Tag Mistaktion, er wird endlich abgeholt
  • Meine Mazerate sind fertig und ich kann mich an die Salbenherstellung machen für Mensch und Tier
  • Urlaubszeit, aber nicht für mich
  • Weiterhin täglich 3 h Momo bewegen, alle 10 Tage Huftrimm durch externe Hufbearbeiterin, tägliche Hufbäder und Massagen
Reh im Gebüsch im Wald

Wir brauchen Wälder!

Für ein gesundes Klima, als Schutzgebiete für Wildtiere, als Kraftorte für Mensch und Tier.

Wir möchten Waldstücke erwerben und Flächen renaturieren.

Marianne mit Momo

Hallo, ich bin Marianne

Als intuitive, hochsensible Impulsgeberin liegt mein Fokus darauf, Menschen mit der Natur und ihrem höchsten Selbst zu verbinden.

"Im Einfachen das Wunderbare erkennen"

Die besten Tipps+Inspirationen in 3 Freebies zum Download als PDF

 

0 Kommentare

Kommentar Schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert