Der ganz normale Wahnsinn! Diesen Satz sagte ich nicht nur einmal in diesem Juni 2026! Der Monatsrückblick Juni 2026 zeigt: Es gab immer wieder Unvorhergesehenes und sehr viel Arbeit an unserem Lebenshof und manches lief nicht nach Plan. Der Hof verlangt mir derzeit einiges ab und neben Tierpflege, Stallarbeiten, Garten und Haushalt bleibt da nicht mehr so wirklich viel freie Zeit.
Darum ist der Aufbau des Vereins Lebenshof Naturreich e.V. wichtig und ich freue mich heute schon auf viele ehrenamtliche Helfer oder die Möglichkeit irgendwann Menschen anstellen zu können. Denn auf mehrere Schultern verteilt, können wir mehr Tieren helfen.
Extremwetterlage am Hof - Hitzestress und Mückenplage
Der Juni war furchtbar heiß - mit bis zu 38 Grad hatten die Tiere wirklich gelitten. Wie ich schon in meinem Artikel über Extremwetterlagen beschreibe, sind solche Temperaturen an einem Lebenshof wahrlich kein Zuckerschlecken. Es braucht dann rund um die Uhr Betreuung, viel Pflegeaufwand und Fingerspitzengefühl, damit auch die alten oder schwächeren Tiere gut durchkommen.
In solchen Zeiten bin ich stets präsent und tue was ich kann, damit die Tiere nicht so auslaugen. Meiner Erfahrung nach kommt es häufig auch zu Nachwirkungen, wenn man die Tiere während extremer Wetterbelastungen nicht gut unterstützt. Das ist für den Kreislauf sehr belastend und laugt aus.Selbst das Wasser kippt bereits nach 1-2 Tagen um, Rot- oder Grünalgen bilden sich rasch und deshalb muss man täglich auf frisches Wasser achten für alle Tiere. Sogar ein Reh stand eines Morgens an unserem Hufbad und trank, obwohl die Hunde bei mir waren. Das war mir Impuls, schnell eine Tränke für die Wildtiere am Rand der Weide zu deponieren.
In den Ställen liefen an diesen Tagen immer die Wasserdampfvernebler mit Pfefferminze und Lavendel gefüllt. Das wirkt ausgleichend und kräftigt. Die Fütterung wurde angepasst, viel Obst und Gemüse gegeben. Wenn die Tiere so viel schwitzen müssen, muss man Acht geben, denn sie brauchen Elektrolyte. Salze und Mineralien stehen ihnen in allen Offenställen in natürlicher Form zur Verfügung.
Alle paar Stunden habe ich den Pferdestall gemistet, denn die Pferde stehen bei solchem Wetter den ganzen Tag im Stall. An den extremsten Tagen habe ich den Pferden feuchte Wickel gemacht, damit sie etwas entspannen konnten. Es hatte derart viele große Rossbremsen, kleine Bremsen, Kriebelmücken und Stechmücken, dass selbst meine ätherischen Öle-Sprays nicht lange wirkten.

Jahresvorrat Heu
Die Trockenheit hat noch weitere Folgen! Die Heuernte fiel nicht gut aus, weil zu wenig Gras gewachsen war, hatten einige unserer Heulieferanten gar kein Heu gemacht. Einige alte Bauern haben die Landwirtschaft aufgegeben und somit mussten wir auf die Suche nach neuen Heulieferanten gehen. Die Preissteigerung von 2.- auf 4.- Euro ist heftig und treibt die Haltungskosten für Tiere weiter nach oben.
Bleibt nur zu hoffen, dass trotzdem alle Tierhalter ihre Tiere genügend füttern. Ich erinnere mich an Jahre, in denen die Preise auch so hoch waren und viele Pferde mangelhaft ernährt waren. Umso dankbarer bin ich, dass sich unser Heuboden allmählich füllt. In den Vorjahren hatten wir in wenigen Tagen alle Lieferungen bekommen und sie dann auf dem Heuboden gestapelt. Dieses Jahr holten wir fast das gesamt Heu mit unserem Pferdehänger von vielen verschiedenen Heulieferanten. Das hatte mehrere Vorteile, denn zum Einen waren die Stapelaktionen dann nicht so heftig. Denn bei Außentemperaturen von über 30 Grad, ist die Luft auf dem Heuboden extrem heiß! Und zum Anderen hatte ich ja mit meinen Händen nicht gerade optimale Bedingungen für noch mehr Belastung.

Durch Schmerzen beeinträchtigt
Der Juni war nicht einfach, da die Entzündungen meiner Hände noch immer nicht besser waren. Zudem kamen zu dem einen Daumen noch zwei weitere Schnappfinger hinzu. Das ist eine Sehnengleitstörung, bei der die Beugesehne anschwillt und nicht mehr reibungslos durch das Ringband gleitet. Die Folge ist ein schmerzhaftes Hängenbleiben und ruckartiges Schnappen beim Bewegen des Fingers oder in meinem Fall mehrerer Finger.
Meine tägliche Arbeit am Lebenshof Naturreich musste aber weitergehen und auch meine Familie konnte mich nicht viel unterstützen. Das waren sehr harte Wochen, denn zudem war es noch furchtbar heiß und die Tiere brauchten mich umso mehr. Da blieb auch wenig Zeit für meine gewohnten Rituale, aber trotzdem war es ein Monat der Fülle mit unzähligen schönen Augenblicken.
Schmerzen sind ja ein Thema, mit dem ich viele Erfahrungen gemacht habe und da ist positives Denken Pflichtprogramm. Spaß bei Seite, wenn du auch mit Schmerzen zu tun hast, vielleicht sogar chronisch, dann verzweifle nicht. Hol dir meinen Leitfaden für ein zweifelsfreies Leben, vielleicht ist der eine oder andere Impuls für dich dabei.

Tierarzt für Pferd Corazon
Corazon reagierte so heftig auf die Kriebelmückenstiche, dass er total offene und entzündete Hinterbeine hatte. Er hatte starken Juckreiz und nachdem es dann auch noch angeschwollen war, rief ich den Tierarzt an, denn ich hatte Sorge wegen der Fliegen, die gerade zu Hauf herumschwirren. Ein Fliegenmadenbefall ist grausam und muss unbedingt verhindert werden.
Die Tierarztkosten sind ins unermessliche gestiegen und so zahlten wir fast 400 Euro für die Diagnose, Anfahrt und die Medikamente. Das ist einer der Gründe, warum ich meinen Happy Animals Workshop anbiete, damit Tierhalter bei einfachen Dingen auch selbst helfen können und keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen müssen.
Jeden Tag wusch ich die Wunden aus und brachte Salbe auf. Er wollte sich irgendwann schon gar nicht mehr an die Hinterbeine fassen lassen. Antibiotika und Cortison halfen nur für ganz kurze Zeit, konnten aber die Schwellungen eindämmen. Jetzt habe ich grüne Tonerde entdeckt und mache ihm damit Wickel oder reibe die Paste einfach ein. Darauf reagiert er sehr positiv und Besserung ist sichtbar. Auch bekommt er spezielle Kräuter, ätherische Öle, Vitamine und ich habe ihn gut im Blick.

Was im Juni 2026 sonst noch los war
- Täglich eine Stunde gießen war dringend notwendig bei dieser Trockenheit. Nur gut, dass wir eine Regenwasserzisterne haben. Bis Bauerngarten, Blumenkästen, Topfpflanzen, Gewächshäuser und Bäume gegossen sind, das hält ganz schön auf.
- Liegematten aus dem Pferdestall abgebaut, weil wir mit diesem System unzufrieden waren. Es entstand viel zu viel Ammoniak und die Hufe sanken zu tief ein, sodass das Hufbein keinen Widerstand hatte. Da wir aber ein Hufrehe-Pferd haben ist genau das sehr wichtig. Also heißt es wieder mal: neu denken und eine bessere Lösung herbeiführen.
- Die Küken wuchsen heran und suchen immer die Gesellschaft anderer Tiere oder von uns Menschen. Lieblingsplatz ist unter unserem Gartentisch, denn da sind auch oft die Hunde.





Im Juni 2026 kaum Zeit zum Bloggen und hier erfährst du warum
Monatsrückblick Mai 2026 - natürlich leben und sein

Mein 12-von-12 im Juni 2026 - Regen, Regen, Regen

Ausblick auf den Juli 2026
- Tägliche 3 Stunden Wanderungen mit den Pferden und Momos Sonderprogramm erfüllen
- Wundervolle Salben herstellen mit Ringelblumen, Gänseblumen und ätherischen Ölen, damit mein Vorratsschrank wieder aufgefüllt ist und ich alle Tiere und Menschen am Hof damit beglücken kann.
- Ich beginne mit der Erstellung eines neuen Freebies: " Vom Herzenstraum zum Lebenshof - deine Checkliste für einen guten Start"
- Weiteres Heu und Stroh kaufen und einlagern

Pures Leben eben! Das ist meine Philosophie, nach der ich lebe. Die Natur ist meine Krafttankstelle und meine Heimat.
Seit über 30 Jahren lebe und arbeite ich mit Tieren in der Natur und folge einem bewussten, einfachen Lebensstil. Seit dem 22.5.2023 teile ich auf meinem Blog meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Inspirationen, die dich ermutigen können, wieder näher zu dir selbst und zu deiner Natürlichkeit zu finden.
Ich bin überzeugt: Natürlichkeit und Einfachheit sind der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden, Freude und Selbstbestimmung. Mehr über mich erfährst du hier.






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