Monatsrückblick Dezember 2025: Turbulent von Anfang bis zum Schluss

4. Jan. 2026 | Rückblicke

Der Dezember 2025 war leider nicht viel lichtvoller, als der November und wir haben deshalb drinnen und draußen mit Lichtern entgegengewirkt. Die Wasserdampfvernebler mit ätherischen Ölen liefen in den Räumen mit Weihnachtsduft. So nach und nach hielt etwas Weihnachtszauber Einzug und wir freuten uns über die kleinen Dinge.

Vereinstreffen Lebenshof Naturreich

Der Dezember startete direkt mit einem Vereinstreffen vom Lebenshof Naturreich e.V. Wir tauschten uns aus über die aktuelle Lage am Hof, die durchgeführten Neuerungen an den Stallungen und die Ziele für die nächsten Wochen. Ab Januar starten wir den Social Media Account und freuen uns über Wachstum.

Wir öffnen uns für ehrenamtliche Helfer im Bereich Tierpflege, Betreuung und Stallarbeit. Der Lebenshof darf wachsen und deshalb braucht es mehrere Schultern, auf die die Tätigkeiten verteilt werden können.

Möchtest du dich näher informieren über unser Projekt oder uns unterstützen?

Mein zweiter Adventskalender

Im Dezember versendete ich täglich um 7 Uhr morgens eine E-Mail an alle Kalender-Abonnenten. Diesmal waren es 24 Herzensbotschaften aus dem Tierreich in Textform, Audios und kurzen Videos direkt vom Lebenshof Naturreich. Für das nächste Jahr möchte ich allerdings viel weniger Mails versenden. Man soll zwar nicht von sich auf andere schließen, aber fast alle Menschen haben in der Adventszeit so viel andere Dinge, die sie noch vor Jahresabschluss bewältigen möchten.

Ich selbst hatte auch zwei Adventskalender abonniert und hatte keine Ruhe, sie zu öffnen. Das fand ich wirklich schade. Deshalb gibt es 2026 ein anderes Format.

Ein Besuch in Oberschwaben

Nachdem mein Stiefvater nun schon 14 Tage im Krankenhaus gelegen hatte, bat ich meine Jungs mich am Hof zu vertreten. Ich machte eine Reise in die alte Heimat und besuchte Charly in der Klinik. Ich backte ihm seinen Lieblingshefezopf mit Rosinen und hatte ihm einen üppigen Adventskalender gebastelt, mit all seinen Lieblingsdelikatessen. Denn im Krankenhaus war er nicht so glücklich über das Essen.

Es war eine große Kiste geworden und er war damit gut beschäftigt. Zudem bekam er noch einen Puzzle-Adventskalender mit 24 schwierigen Weihnachtspuzzeln. So ein Krankenhaus ist kein Zuckerschlecken. Aber nicht nur für die Patienten, die Pfleger und Schwestern tun so eine wertvolle Arbeit und stehen so unter Druck. Für den Menschen bleibt ihnen kaum Zeit und trotzdem bemühen sie sich alle um Menschlichkeit, Freundlichkeit und liebevollen Umgang mit den Patienten.

Meine liebe Schwägerin hatte zufällig Dienst auf einer anderen Station und ich konnte sie dort kurz besuchen. Sie tut diesen Dienst seit 30 Jahren, wow – was für eine Leistung.

Weihnachtsfest mit der ganzen Familie

Weihnachten mit der Familie war wieder schön, hatte mich aber die Tage zuvor wirklich in Stress gebracht. Ich wollte natürlich noch das komplette Haus aufräumen, backen, einkaufen, dekorieren und mein Körper machte mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung.

Ich hatte einen entzündeten Daumen und meine rechte Hand hatte fast keine Kraft. Das war sehr ungünstig, denn für sämtliche Tätigkeiten in Haus und Hof brauche ich meine Hand. Aber auch das wird wieder besser werden. Somit war meine Vorbereitung aufs Weihnachtsfest wieder alles andere als perfekt.

Wir sehen uns 1-2 Mal pro Jahr und kommen dann aus allen Himmelsrichtungen zusammen. Ein bunt gemischtes Häufchen Leute mit unterschiedlichem Lebensstil. Da ist Toleranz ganz groß gefragt und eine gehörige Portion Humor. Wir waren alle glücklich, dass unser Oberhaupt, mein Stiefvater rechtzeitig zu Weihnachten aus der Klinik entlassen wurde. Es war zwar anstrengend für ihn, aber er hat es wirklich gut gemeistert mit unserem lauten Völkchen.

Weihnachten mit der ganzen Familie bei uns am Hof, hier beim Brunch im Gartenhöuschen

Silvester – der schlimmste Tag des Jahres

Am Lebenshof ist der schlimmste Tag des Jahres immer ein fürchterlicher Abschluss des Dezembers. Schon Wochen davor lag mir ein Kloß im Magen. Das ganze Jahr über unterschrieb und teilte ich Petitionen für Böllerverbot, doch leider schienen die über 300.000 Stimmen niemanden zu interessieren. Wir werden aber nicht aufgeben.

Denn diese Silvesterknallerei muss abgeschafft werden, zum Wohle der Tiere. Jedes Jahr werden so viele Tiere traumatisiert, verletzen sich oder sterben gar. Seit 17 Jahren stehe ich jede Silvesternacht bei den Tieren im Stall und versuche sie zu beruhigen. Natürlich funktioniert das nicht, denn der Stress wird dann um 24 Uhr so groß, dass vor allem den Pferden die Sicherung durchbrennt.

Dieses Jahr hatte ich wirklich Bedenken, denn ich hatte keine Ahnung, wie die beiden neuen Pferde damit umgehen würden. Und es kam, wie vermutet: Der Schimmel drehte komplett durch. Wir hatten den Paddockbereich mit massiven Panels abgetrennt, damit die Pferde nah am Stall waren. Die Schafe hatte ich wie immer in dieser Nacht in ihren Stall gesperrt, damit sie nicht unter die Pferde kommen.

Es war wieder fürchterlich und Corazon war nicht zu bändigen, ich musste ihn loslassen und die beiden Wallache waren so panisch und außer sich. Sie galoppierten gegen die Panels, versuchten zu springen, stiegen. Ich bin einfach nur froh, dass nichts passiert ist und dass es wieder einmal vorbei ist. Der ganze Hof liegt in dieser Nacht immer im Duft von Baldrian und Lavendel. Ich hatte den Schafen, Hunden und Pferden CBD gegeben und meine stärkste Silvesteröle-Mischung für jeden 3 Mal an diesem Tag. Zusätzlich wurden sie alle mit Lavendelöl eingerieben, die Schafe waren die reinsten Lavendelwölkchen.

All die frei lebenden Tiere haben niemanden, der sich um sie kümmert, sie haben keine Ahnung, was da vor sich geht und rennen panisch umher. Unsere Pedi, das Shetlandpony, ist in der Silvesternacht vor 29 Jahren geboren. Happy Birthday, meine Liebe.

Auch die Hunde hatten wieder fürchterliche Angst.

Was im Dezember sonst noch los war

  • Hufe schneiden bei allen vier Pferden
  • Viele Gespräche mit meinen Geschwistern zum Thema Pflegeheim, Essen auf Rädern und sonstige Hilfen für meinen Stiefvater. Kein einfaches Themenfeld, doch wir kamen etwas voran.
  • Unsere neue Hufpflegerin Raffaela war zum ersten Mal da und machte Momo Ende Dezember einen wirklich guten Trimm. Sie fußte viel besser auf, als zuvor. Janine ist mit Zahnbehandlungen beschäftigt, deshalb ein Wechsel.
  • Weihnachtsdeko für den ganzen Hof und im Haus. Dieses Jahr hatte ich wenig Zeit und so entstand so nach und nach weihnachtliches Flair.
  • Wir haben dieses Jahr so viele Vögel am Hof, dass ich fast nicht hinterherkomme, die Futterstationen zu bestücken. Es ist eine Freude, ihnen zuzusehen
  • Die Pferde haben eine neue überdachte Heuraufe für ihren Trail bekommen und lieben diesen Platz.
  • Ich war mal wieder alleine am Hof für 3 Tage und hatte richtig viel zu tun. Im Winter ist die Stallarbeit sehr aufwendig und dauert entsprechend länger
  • Matthias hat eine größere E-Schubkarre besorgt, um etwas Erleichterung zu verschaffen
Die neue Heuraufe gefällt den Pferden und sie ruhen gerne um die Raufe herum.

Was ich im Dezember gebloggt habe

Nikolaus ist Tradition in unserem Haus, auch wenn es nur noch Erwachsene gibt in der Famlie

Ausblick auf den Januar 2026

  • Es steht dringend eine erneute Hufanalyse für Momo an und weitere Huftrimms
  • Tägliche Bewegung der Pferde
  • Flyer für Lebenshof in Druck geben
  • Vier Blogartikel veröffentlichen
  • Die ersten ehrenamtlichen Helfer am Hof einführen

Marianne mit Momo

Hallo, ich bin Marianne

Als intuitive, hochsensible Impulsgeberin liegt mein Fokus darauf, Menschen mit der Natur und ihrem höchsten Selbst zu verbinden.

“Im Einfachen das Wunderbare erkennen”

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2 Kommentare

  1. Liebe Marianne, auf der Suche nach deinem Jahresrückblick bin ich bei deinem Dezember-Rückblick gelandet. Beim Lesen merke ich, wie mich die unterschiedlichsten Emotionen durchrauschen: Bewunderung für das was du/ihr mit dem Lebenshof auf die Füße stellt, für die auch körperlich anstrengende Arbeit. Traurigkeit ob der sich jährlich wiederholenden Panik der Tiere, wegen der sinnentleerten Böllerei. Freude über den Minieinblick in euren familiären Zusammenhalt. Und natürlich habe ich auch ganz viele Fragezeichen in mir. Wieviele Stunden hat eigentlich dein Tag? Wie bewältigst du all die Aufgaben? Wann hast du Zeit für dich? Über deine Erfahrungen mit dem Adventskalender würde ich mich gern einmal mit dir austauschen, vielleicht finden wir da ja mal eine Stunde. Herzliche Grüße zu dir. Sylvia

    Antworten
    • Liebe Sylvia
      Sehr gerne können wir uns austauschen, ich bin zwischen 11 und 15 gut zu erreichen. Ja mein Tag hat irgendwie zu wenig
      Stunden oder ich bin zu langsam. So auch mit dem Jahresrückblick, ich sitze noch dran, wühlt er doch wieder mal einiges
      in mir auf. Danke für deinen Kommentar und das Eintauchen in meinen Dezember.
      Alles Liebe und ich freu mich auf dich.
      Marianne

      Antworten

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