12-von-12 im Oktober 2023

12. Okt. 2023 | Rückblick

Heute ist schon wieder der 12. Oktober – meine Güte, die Zeit rast nur so dahin. Geht es dir auch so, dass dir die Tage zu schnell vergehen? Wir sind jetzt wirklich mitten im Herbst angelangt und zum Ende der Woche ist hier bei uns in Niederbayern der erste Nachtfrost gemeldet. Und das, obwohl wir heute noch 25 Grad hatten. Irgendwie passt das aber zu den Gedanken in meinem Kopf. Rauf, runter, hin und her – es scheint als wäre alles etwas durcheinander, nicht in der richtigen Reihenfolge. Aber vielleicht scheint es auch nur so und das Chaos im Kopf, die Eskapaden des Wetters sind einfach da, weil sie uns zu neuer Struktur und Ordnung aufrufen. Also für mich sieht es auf jeden Fall danach aus, denn der Oktober hat für mich noch einige Aufgaben bereit, die mit Ordnung und Struktur zu tun haben. Vom Haushalt über Businessausrichtung über persönliche Routinen u.u.u.

Marianne mit einer aufgezogenen Spritze für das Pferd
Wenn eines der Tiere erkrankt ist läuft Sonderprogramm, das hat immer oberste Priorität und alles andere muss warten.

Nachdem Anton, eines unserer Pferde, am Montagfrüh sehr hohes Fieber hatte, brauchten wir seit äußerst langer Zeit einmal wieder einen Tierarzt am Hof. Eine alte Stollbeule, die er nach einer Schleimbeutelentzündung vor über 4 Jahren bekam, entzündete sich. So fing mein Tag heute an, wie jeder Tag seit Montag. Anton versorgen! Er braucht morgens und abends seine Medikamente, dazwischen stündlich im Wechseln Spülungen, Waschungen, Kolloide, Homöopathie, ätherischen Öle, Blütenessenzen. Also verbringe ich einen großen Teil der Zeit mit ihm, aber so ist das einfach immer, wenn eines der Tiere akut erkrankt ist. Dann bin ich da, das ist mein Job und stehe ihnen bei, mit meinem ganzen Sein und allen Hilfen, die ich zur Verfügung habe. Es geht ihm auch schon sehr viel besser und die Heilung macht Fortschritte.

Der Bentonit-Abbau am Hof geht weiter, Bagger, Lastwagen und Radlader fahren.

Unser alter Hof-Jeep war eigentlich beim TÜV, aber bekam keine ASU, weil irgendeine Fehlermeldung das nicht zuließ. Nun musste ich auch noch in die Stadt fahren, zur Jeep-Fachwerkstatt. Als hätte man sonst nichts zu tun. Und dann, wohlgemerkt nach 2 Stunden teilten sie mir mit, dass sie das jetzt doch nicht erledigen können, aber vielleicht in 6 Wochen.

What? Also manchmal nervt mich das tierisch, wie heutzutage mit den Kunden umgegangen wird. Anfang Woche wollten wir ein Bett abholen im Möbelhaus, es war ein vereinbarter Termin, Hänger angehängt, Zeit gebraucht, hingefahren, um dann dort zu hören. „Äh, tut uns leid, aber der Estrich im Lager ist nicht trocken, kommen sie doch nächste Woche wieder.“ Wie kann so was sein? Die Welt ist schon ein bisschen abgedreht und die Ausrichtung in manchen Firmen einfach fragwürdig. Für den Jeep heißt das, er geht nochmals zum TÜV, sobald ich einen Händler gefunden habe, der mir diesen verflixten Fehler auslesen kann. Und ich bezahle nochmal die Gebühren. Da braucht es dann schon ’nen langen Atem, um nicht auszurasten.

Marianne und Mieka am Feldrand
Zum Glück finden wir immer die schönen Ecken.

Aber sei es drum, die Hunde und ich haben während der Wartezeiten ein lauschiges Plätzchen angesteuert und haben es uns dort gemütlich gemacht am Feldrand. Ich mag ja keine Städte und erstaunlicherweise schaffe ich es aber immer, eine schöne Ecke für uns ausfindig zu machen. Dabei konnte ich noch einen tollen Blumenstrauß pflücken auf einem Gründüngungsfeld.

Geranien, Weihrauch und Petunien alles in Pink vor dem Haus
Ich genieße noch die Farbenpracht der Blumen im Innenhof

Am Hof blühen noch ein paar Sommerblüher, aber die Trockenheit im Bauerngarten ist dieses Jahr schon gravierend. Für das nächste Gartenjahr muss ich mir wirklich Gedanken machen und vor dem Winter damit beginnen, Hügelbeete anzulegen. Ich möchte das jetzt doch ausprobieren, denn die Erde im Garten ist ausgelaugt und so braucht es einen ganz neuen Plan. Ich möchte die nächste Gartensaison sicher sein, dass die Pflanzen wirklich alles haben, was sie brauchen, das war bislang nicht so. Mal schauen, ob ich die Jungs dafür aktivieren kann. Alleine ist mir das Projekt zu viel.

Der Winterstall für die Wachteln ist fertig geworden
Der Winterstall für die Wachteln ist fertiggeworden.

Endlich ist der Stall für die Wachteln fertiggeworden und jetzt kann die kalte Zeit kommen. Hier neben den Hühnern haben sie alles, was sie brauchen und haben viel Platz für Bewegung. Solange es die Temperaturen noch zulassen, verbringen sie die Tagstunden weiterhin draußen im Außengehege und abends hole ich sie rein in den Stall. Eine Zeit lang können wir tagsüber noch mit den Gewächshäusern überbrücken, aber im Winter werden sie wohl im Stall bleiben müssen. Das ist der erste Winter mit Wachteln für uns, wir schauen mal, wie das wird.

Pferd und Schafe machen sich über den Topinambur her.
Topinambur für alle

Herbst ist immer Topinambur-Zeit am Hof. Alle Tiere bekommen bis zum Frost Topinamburknollen und auch die Pflanze. Sie lieben das und Topinambur ist sehr gesund, er unterstützt die Verdauung und wirkt wie ein Prebiotika. Für Anton gerade sehr passend, da er ja Antibiotika verabreicht bekommt und so seine Darmflora aufbauen kann.

Drei Küken sitzen auf der Holzbank am Stall
Die Küken aus diesem Jahr sind riesig geworden und frech.

Auf dem Hof gibt es richtig viele lauschige Plätzchen und Bänke, sogar Liegestühle. Aber irgendwie sitzt außer den Tieren da kaum einer drauf. Dafür bleibt nie Zeit, ich liebe all diese Tierwesen am Hof, aber sie machen einfach tierisch viel Arbeit. Als ich von der Stadt zurückkam, war im Innenhof richtig was los. Fünf Kaninchen lagen kreuz und quer, die Hühner saßen auf dem Liegestuhl, zwei saßen im Hochbeet und andere in meinen Blumentöpfen. Erinnert mich immer an den Film „der Bauer ist los“ ….. sobald die Tiere merken, dass die Hunde nicht am Hof sind, machen alle, was sie wollen!

Schäferhund Kalani bewacht den Stall
Unser Kalani liebt seinen Job im Stall!

Deshalb ist es auch gut, dass Kalani seinen Job im Stall so ernst nimmt. Er hilft mir echt viel mit den Tieren. Wenn die Schafe oder Anton in die Futterkammer ausbüxen, was sie bei jeder Gelegenheit versuchen, ist er sofort da und gibt alles, um sie zurückzutreiben in den Stall. Mieka ist da anders, die hat da keine Lust zu, ärgert lieber die Katzen oder verkrümelt sich. Unser Kalani ist ein wirklich wundervoller Hund und Partner und obendrein noch bildhübsch.

Drei Meerschweinchen und ein Kaninchen sind draußen auf der Wiese
Die Meeris on Tour.

So schön, die Meerschweinchen gehen jetzt endlich auch durch den Tunnel ihres Außengeheges in den Obstgarten. Heute hatte ich alle 6 draußen gesehen, nur leider keine Kamera dabei gehabt. Aber hier hab ich Oreo, Moritz und Arabella noch erwischt und der dicke Gino passt auf. Es waren alles Meeris aus Zimmerhaltung und es hat jetzt Monate gebraucht, bis sie gecheckt haben, dass sie auch rausgehen können.

eine große Kiefer am Pferdestall
Lieblingsbaum aller Tiere – unsere Kiefer

Diese Kiefer lieben einfach alle am Hof. Am liebsten stehen die Pferde darunter, aber auch die Schafe legen sich gerne darunter und ich sitze auch so gerne an ihrem Stamm. Diese Kiefer liebt mich ganz besonders. Warum? Weil es mir leider immer wieder passiert dass ich den Gartenschlauch vergesse auszuschalten. Heute war es wieder so weit, noch kurz dies, noch kurz das und schon hatte ich es vergessen. Am ganzen Hof herrscht Trockenheit, aber dieser Baum wird immer redlich versorgt mit Wasser. 😉

Gelb-Rot gestreifte Herbstaster auf dem Holzgartentisch
Ist sie nicht schön, diese Herbstaster?

Ansonsten war heute mal Familien-Tag am Telefon. Meine Schwägerin, meine Schwester, mein Stiefvater. Das war schon längst fällig und endlich hab ich mir die Zeit genommen, mit allen mal wieder zu reden. Wir wohnen alle so weit voneinander entfernt, sehen uns oft nur einmal im Jahr. Da ist es schon wichtig, irgendwie den Kontakt zu halten. Ich freue mich so über diese bunten Herbstastern, die ich mir gestern gekauft habe. Kann mir noch gar nicht vorstellen, dass es bald keine Blumen mehr gibt. Aber wir leben heute, im Jetzt, in der Gegenwart und freuen uns einfach, an dem, was wir haben!

Hallo, ich bin Marianne

Als intuitive, hochsensible Impulsgeberin liegt mein Fokus darauf, Menschen mit der Natur und ihrem höchsten Selbst zu verbinden.

 

 

„Im Einfachen das Wunderbare erkennen“

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