Nachruf – wenn geliebte Tiere sterben

24. Sep. 2023 | Tierkommunikation

Wenn eines unserer ganz besonderen „Herz-Tiere“ stirbt, dann ist das oft sehr schmerzhaft und traurig. Dies soll heute einmal ein Nachruf sein für unsere von allen geliebte Sukkary.

Geliebte Sukkary ich danke dir so sehr, dass du unser aller Herz so sehr berührt hast. Jeder am Hof liebte dich auf eine ganz besondere Weise. Selten begegnen wir so großen Wesen, wie du eines bist. Es war uns eine Ehre, dich dieses Jahr begleiten zu dürfen. Sehr ungern lassen wir dich gehen in eine andere Dimension, fehlst du uns doch sehr und schmerzt das Herz. Du bist mir in dieser gemeinsamen Zeit so sehr ans Herz gewachsen, du hast so klar kommuniziert mit mir, warst so klar und wach in deinem Bewusstsein und unfassbar schlau. Wie ein Wesen in einem solch kleinen Körper so unglaublich intelligent sein konnte, das hat uns alle fasziniert. Wir alle wünschen dir eine gute Reise ins Licht und dort wo du jetzt bist das reine Glück und reine Liebe und pures Heil.

In Liebe und Verbundenheit – im Wissen, dass du ewig lebst.

Nachruf für die Wachtel Sukkary eingerahmt in Blätter und Herzen
Danke Sukkary
Sukkary ist eine Wachtel in der Farbe goldsprenkel, ein wunderschönes kleines Tierlein so zart und doch so stark. Sie kam mit ihrer Freundin Soraya Anfang des Jahres zu uns an den Lebenshof. Wir waren unterwegs, um einen Holzofen zu kaufen für unser Seminarhäuschen und als wir dort ankamen lief ich erst mal kurz mit den Hunden am Wald entlang, weil wir lange gefahren sind. Kalani der Gute lief schnurstraks auf eine Reihe alter Hundeboxen zu. Es war ein alter Abrichteplatz für Schäferhunde. Kalani wurde unruhig und ich ging zu ihm. Dort saßen sie, die Beiden armen, verlassenen Wachteln. Sie wurden 3 Tage zuvor dort hineingesetzt ohne Wasser, ohne Futter, ohne Einstreu. Vergessen, hilflos und ängstlich.

Sofort klärte ich ab, wem sie gehören und holte sie da raus. Sie liefen mir sofort in die Hände, so froh gerettet zu werden. In einem alten Karton der da herumlag nahmen wir sie mit ins Auto. Sukkary hatte nur 1 Bein, das andere war nur noch ein kurzer aber verheilter Stummel.

Sie war sofort zutraulich und zahm und lief direkt in meine Hand im Karton und blieb da sitzen. Soraya war etwas scheu. Während der Fahrt informierte ich mich, was Wachteln denn zum Leben brauchten und überlegte, wo ich sie bei Ankunft am Hof wohl unterbringen würde.

Wachteln. Nun ja, wir werden das schon hinbekommen. Ich konnte diese armen kleinen Kerlchen da nicht verhungern lassen. Wie konnte man sie da nur einfach vergessen? Eine Wachtel kostet nur ein paar Euro und scheinbar haben sie deshalb für manche Menschen keinen Wert. Sie sind aber wundervolle Wesen in kleinen Körpern und sehr schlau. Hättest du unsere Sukkary kennenlernen dürfen, hättest du auch große Achtung vor ihr gehabt.

Sukkary und Soraya
Am Hof angelangt begannen wir direkt damit ein Wachtelgehege zu bauen, das ihren Bedürfnissen entsprach. Im Internet las ich so allerlei eigenartige Ideen über artgerechte Wachtelhaltung und dass sie dies und das nicht bräuchten. Aber ich verließ mich wie immer auf mein Gefühl und versuchte das Beste herauszuholen. Also dass diese Tiere keinen Freilauf brauchen, nicht gerne rausgehen würden und Vergesellschaftung nicht leicht funktionieren würde, hielt ich für ein Gerücht. Und das hatte sich auch bestätigt. Sie lieben Spinat, Kräuter, Blumen, geriebenen Apfel, Highlight sind Mehlwürmer, Melone und frische Gurke. Etwas Rote Beete und Karotte fein gerieben essen sie auch. Und ich habe ein tolles Futter gefunden, genannt Wachteltraum. Sie hatten innerhalb von 3 Wochen dann ein zweites Außengehege bekommen, das sie sich vormittags mit den Meerschweinchen teilten, wir haben ein Netz darüber gespannt und somit war es sicher. Sie sind so gerne dort. Sukkary und Soraya fassten sehr schnell Vertrauen zu uns und kapierten dass wir sie morgens heraustragen in die Außengehege und abends vor Dunkelheit in das Gehege neben dem Hühnerstall bringen. Sie sind sehr zutraulich geworden. Jetzt sollten sie eine Heimat für immer haben und geliebt und behütet sein jeden einzelnen Tag ihres Lebens. Und das tat ich auch. Sukkary hatte ja nur ein Bein und deshalb hatte ich immer ein extra Auge auf sie, ob sie gut zurechtkam. Aber das kam sie bei weitem. Sie war so agil und überall unterwegs. In ihren Monaten hier am Hof hatte sie alle Bereiche im Innenhof ausfindig gemacht. Und ihr Umgang mit allen Tieren war klasse, nicht einmal vor Pferden und Hunden hatte sie Angst.
eine Wachtel hell und eine braune Wachtel aneinandergekuschelt
Sukkary mit Olivia
Irgendwie hatte ich das Gefühl, die beiden Wachteln seien etwas einsam und wir entschlossen uns noch zwei Wachtelmädchen zu finden. Das war dann auch rasch getan, mein Sohn brachte uns zwei ganz junge mit und er taufte die weiße Wachtel Willow und die braune Wachtel Olivia. Bereits am zweiten Tag lagen sie alle gemeinsam im Sandbad und liebten es draußen herumzuturnen. Sie legten direkt gleich Eier und fühlten sich hier sehr wohl.

Sukkary war eine wilde Kleine, sie kundschaftete alles aus. Eines Morgens zum Beispiel habe ich sie um 7 Uhr herausgebracht in die große Voliere der Meerschweinchen. Dort verbringen sie für gewöhnlich den Vormittag mit Sandbaden, sonnenbaden, Ausruhen und Gras und Steinchen picken. Irgendwie hab ich in der Hektik den Ausgang zum Obstgarten nicht gut genug verschlossen. Irgendwann hörte ich Olivia schreien, sie meldet sich immer, wenn etwas nicht stimmt. Ich bin gleich rausgegangen und sie saß im Obstgarten. Es war ihr dann doch suspekt, denn ihre beste Freundin Willow war noch im Gehege und normalerweise bleiben die beiden zusammen. Sukkary und Soraya fehlten noch. Die Hunde sollten beim Suchen helfen, aber die beiden sind da nicht ganz so engagiert, wie ich das von meinen alten Hunden gewohnt war. Soraya hab ich dann irgendwann in einem kleinen Holzhaus am Pferdestall gefunden und zu den anderen ins Wachtel-Außengehege gebracht. Aber wo war nur Sukkary? Diese kleine freche Tante hat mich eine Dreiviertel Stunde beschäftigt. Ich habe zusammen mit den Hunden den gesamten Hof und ein jedes Tierhäuschen abgesucht, sie war nirgends. Wohlgemerkt, sie hat nur 1 Bein, wo konnte sie nur hin in der kurzen Zeit?

Das wunderte mich, denn normalerweise kommt sie immer und zeigt sich, wenn ich nach ihr rufe. Ich fand sie schließlich in einem Schuppen, sie hatte sich durch den Türspalt gequetscht. Sie konnte dort nicht mehr raus, weil der Boden steil und rutschig war und sie das auf 1 Bein nicht schaffte. Dem Himmel sei Dank – ich liebe diese kleine zauberhafte Sukkary so sehr. Sie berührt mein Herz jeden Tag aufs Neue.

Marianne trägt 2 Wachteln auf dem Arm
Sukkary und Willow auf dem Weg nach draußen

Übrigens der Name Sukkary stammt von Datteln. Sie erinnerte mich immer an eine Dattel von ihrer Körperform und so bekam sie den Namen Sukkary. Sie hörte binnen kurzer Zeit darauf und antwortete mir mit ihrem Piep-Ton, wenn ich sie rief.

Je mehr das Vertrauen wuchs, desto mehr Freiheiten konnte ich ihnen geben und so durften sie mittlerweile auch frei im Bauerngarten laufen. Wenn ich sie rufe, melden sie sich zurück, nur Soraya versteckt sich lieber. Sie muss ich manchmal suchen. Sukkary zeigte sich immer, wenn ich rief und es war wirklich unglaublich, wie weit sie auf 1 Bein unterwegs war und wie schnell sie von A nach B kam. Sandbad in den Gewächshäusern liebte sie auch sehr. Die Hofkatzen haben gleich verstanden, dass sie ihnen nichts tun dürfen und tolerierten sie. Die Hunde wissen auch, dass alles, was sich auf dem Hof bewegt, nicht gejagt werden darf. Und so genießen die Wachteln die Freiheit in vollen Zügen und picken in den Kräuterbeeten. Also kann ich mit Sicherheit sagen, dass Wachteln sehr wohl großzügige Gehege und Auslauf genießen und lieben.

Letzten Donnerstag holte ich wie üblich die Wachteln aus dem Gehege, um sie in den Garten zu bringen. Sukkary war ganz seltsam, sie atmete schwer, aber ich war mir nicht sicher, ob ich sie am Eier legen gestört hatte. So brachte ich sie lieber doch ins Außengehege, damit ich sie im Blick hatte. Sie verkroch sich im Stroh, es war aber auch ein kühler Tag. Als ich nach einer Weile zum Gehege kam war sie tot. Soraya, ihre ständige Begleiterin lag neben ihr.

Oh wie schrecklich, mir zersprang fast das Herz. Gerade dieses kleine Geschöpf habe ich so liebgewonnen! Sie war mir eine kleine Freundin geworden, sie war immer fröhlich, herrlich wild und so kommunikativ und herrlich schlau.

Ich weiß ja leider nichts über ihre Herkunft und über ihr Alter. Vielleicht war sie alt, laut Buch werden Wachteln ca. 3-5 Jahre alte. Aber auch darauf gebe ich nichts, wir hatten schon ein Meerschweinchen, das 12 Jahre alt war und ein Huhn mit 14 Jahren.

Der Tag davor: Am Tag bevor sie starb, war sie noch vier Stunden mit den anderen im Bauerngarten unterwegs und hatte Spaß. Sie war extrem laut an diesem Tag und pfiff immer mit den anderen Wachteln hin und her, denn jede war in einer anderen Ecke des Gartens unterwegs. So laut hatte ich sie noch nie erlebt. Ich hatte meiner Familie am Abend noch davon erzählt, wie wuselig sie heute wieder alle vier unterwegs waren.

Ich war so traurig und verzweifelt, weil ich so an Sukkary hänge und sie so sehr vermissen werde. Die trauernde Soraya zu sehen, tat auch weh.

Also machte ich mich daran, Kontakt über telepathische Tierkommunikation mit Sukkary aufzunehmen. Und ihre Botschaften waren klar und liebevoll. Sie bedankte sich bei mir, dass ich jeden Tag für sie da war. Sie sagte, dass sie es geliebt hat, die Abenteuer des Lebens entdecken zu dürfen und so viel Freiheit zu haben. Sie bat mich, gut auf Soraya und die anderen aufzupassen. Sie erzählte mir, dass sie am Vortag im Garten den anderen Wachteln Energie übertragen hat und ihnen gezeigt hat, wie sie sich draußen verständigen können. Auch am Tag des Übergangs war sie noch bei ihren Freunden und übertrug Energie. Sukkary hatte eine wichtige und grosse Kraft an den Hof gebracht. Sehr viel Licht, Freude und Liebe. Sie war jeden Tag so dankbar, das sie behütet war, Futter hatte und verwöhnt wurde. Und ich war dankbar, dass sie bei uns war.

Unsere Zeit war viel zu kurz. Ich hätte sie so gerne noch 1-2 Jahre hier gehabt. Aber sie hatte mir schon ein, zwei mal den Impuls gegeben, dass sie schon alt ist und nicht so lange bei uns sein wird. Ich wollte es nicht hören und hoffte einfach jeden Morgen aufs Neue, dass sie noch lange leben würde.

Eines beruhigt mich aber: Sie wurde geliebt von uns allen. Sie hatte Artgenossen, wir gaben ihr das beste Futter und verwöhnten sie mit Mehlwürmern, das liebte sie. Ich gab ihr die Sicherheit, nie mehr vergessen zu werden. Sie wurde geachtet in ihrer ganzen inneren Größe. Wir lernten uns mit ihr zu verständigen und wir vertrauten einander. So ein kleines Geschöpf, so eine grosse Kraft, so eine starke Liebe.

Danke Sukkary für dein Licht, danke für dein Sein.

Friede und Licht für dich und wir bleiben in Verbindung.

Hallo, ich bin Marianne

Als intuitive, hochsensible Impulsgeberin liegt mein Fokus darauf, Menschen mit der Natur und ihrem höchsten Selbst zu verbinden.

 

 

„Im Einfachen das Wunderbare erkennen“

2 Kommentare

  1. Was für ein liebevoller Nachruf auf die kleine Sukkary!❤️

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    • Ich musste mir das Herz ein bisschen frei schreiben und wollte Sukkary einen Platz im Blog einräumen. Ganz liebe Grüße zu Dir Carolin

      Antworten

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